Hardware

Belkin Screencast AV 4 – HDMI Signale wireless übertragen

Damit überträgt man ein Videosignal und Audiosignal drahtlos auf ein weiteres Endgerät

Sind wir doch mal ehrlich – Kabel sind out! Denn entweder liegen diese Kabel immer störend in der Gegend herum oder befinden sich an der falschen  Stelle im Zimmer. Dazu gesellt sich noch ein weiteres Problem im schnellen Technikzeitalter hinzu. Das Kabel, welches ich heute verlege, könnte morgen schon durch eine neue Spezifikation ersetzt werden. ..und dann? Dann habe ich vielleicht wie in diesem Fall ein HDMI Kabel an der richtigen Stelle im Zimmer, kann aber keine 3D Filme gucken oder Internetsignale über das Kabel versenden, welches das gerade angeschaffte Endgerät jedoch verarbeiten könnte! Neues Kabel unter Putz verlegen – ist ein „No Go“ in der eingerichteten Wohnung. Möchte man nun nicht auf die fliegende Verkabelung zurück greifen muss man wie hier im Beispiel sein Videosignal eben wireless übertragen. Wie und ob dies gut funktioniert, möchte ich Euch hier kurz erzählen.

Einige von Euch werden sicherlich noch diese Uralt-AV-Übertrager kennen, bei denen man ein Scart-Signal per Funk von A nach B übertragen konnte und dabei tunlichst darauf achten musste, dass die Antennen richtig positioniert waren, bzw. das niemand während der Übertragung durch das Signal rannte, da man ansonsten nur ein Flimmern zu sehen bekam. 

Vom Grundprinzip her arbeitet der Belkin Screencast AV 4 genauso wie seine Vorgängermodelle, nur dass die verwendete Technik einfach Up2Date ist! Der AV4 bietet die Möglichkeit bis zu 4 HDMI Endgeräte auf ein entferntes Wiedergabegerät zu übertragen. Dabei wir der derzeit aktuelle HDMI Standard verwendet, der eine Full-HD Wiedergabe mit einer Auflösung von 1080p ermöglich. Aber nicht nur normales HD Material kann der Transmitter übertragen – auch vor 3D Videos, Surround Sound in der 5.1 Technik oder das Infrarot-Signal zur Steuerung der restlichen Hardware wird vom Belkin Screencast AV 4 sauber verarbeitet.

Damit ihr Euch die Technik nun besser vorstellen könnt, werde ich Euch jetzt ein paar Produktfotos zeigen und anhand diesen ein paar weitere Erklärungen zum Gerät abgeben.

Die Umverpackung…

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…der Verpackungsinhalt

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Hier seht ihr was dem Paket alles bei liegt.
– Receiver – Transmitter inklusiv der benötigten Netzteile
– Infrarot-Übertrager
– Anleitungen
– HDMI Kabel
– Infrarot Fernbedienung

 

…der Sender – mit diesem Kästchen werden alle Endgeräte verbunden

Belkin-Screencast-AV4-Testbericht (7) (Andere)

Wie man hier recht schön erkennen kann, ist es mit dem Belkin Screencast AV4 möglich bis zu 4 HDMI Anschlüsse zu verwalten. Dies finde ich sehr positiv, da ähnlich viele Ports bei den Mitbewerbern nur gegen Aufpreis zu erhalten sind. Hier ist die Matrix sozusagen schon im Preis enthalten. Schon mal nicht schlecht, aber leider nicht perfekt! Denn möchte man sein Video-Signal nicht nur von A nach B übertragen und es ausschließlich am Standort B nutzen, hat man jetzt ein Problem. Denn sind alle Geräte mit dem Sender verbunden hat man keinen Ausgang mehr zur Verfügung, den man am Standort 1 nutzen könnte. D.h. entweder man lebt mit dieser Einschränkung und muss jedes mal die HDMI Kabel per Hand umstecken oder man muss sich einen zusätzlichen HDMI Switch kaufen, der das Umstecken auf die elektronische Art und Weise erledigt! Hier wäre ein integrierter HDMI Switch im Sceencast selbst wünschenswert gewesen.

Sehr positiv an diesem Gerät finde ich auch, dass die wichtigsten Funktionen alle direkt am Gerät gesteuert werden können. Denn nichts ist nerviger als ein elektronisches Gerät, welches nicht genutzt werden kann, da mal wieder genau im richtigen Zeitpunkt die Akkus der Fernbedienung leer geworden sind.

Wo wir gerade bei der Fernbedienung sind – auch hier habe ich etwas auszusetzen – ich finde es zwar toll, dass die Hersteller derzeit richtig kleine Fernbedienungen belegen – aber bitte nicht auf Kosten der steuerbaren Entfernung! Diese Fernbedienung funktioniert in einem mittleren Raum gerade noch und man kann damit leben – sollte aber darauf achten den Empfänger möglichst in Sichtverbindung zu haben. Sonst wird man recht schnell an dieser Fernbedienung verzweifeln.  Die Übertragung der IR-Signale über andere Fernbedienungen ist ebenfalls ok – leider ist der Kabelsalat auf der Senderseite nicht wirklich schön, doch leider wohl die einzig brauchbare Lösung. Schön gelöst dabei ist, wird die Infrarot-Übertragung nicht benötigt, da vielleicht alle Geräte in einem Raum betrieben werden (Fernseher und Beamer) – kann die Infrarot-Übertrager-Schnittstelle einfach im Karton bleiben.

 

…der Empfänger

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Auch über den Empfänger selbst kann man direkt ohne Fernbedienung die Quellen durchwählen.

 

…die Einrichtung

Sind alle Endgeräte mit dem Screencast verbunden kann man auch schon mit der Einrichtung beginnen.
Keine Angst – dies sind nur …ich glaube 4 Schritte!

Sprache auswählen!

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Eingangserkennung!
(nicht erschrecken – die Warnung ist von einem angeschlossenen Gerät!)

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Empfangsqualität prüfen

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Und danach werden noch die Namen für die HDMI Plätze vergeben!
Kann man, muss man aber nicht! Wer nur einen Kanal benutzt kann sich diesen Punkt wohl sparen.

 

Danach ist das Gerät fertig für den ersten Gebrauch vorbereitet.
Einrichtungsdauer ca. 15 bis 25 Minuten.

 

Entfernungstest:
In einem offenen Raum solltet ihr mit diesem Set keine Probleme bekommen. Ich habe die Übertragung über eine Entfernung von ca. 10 Metern getestet und die Signalstärke war immer noch sehr gut! Was man jedoch rapide merkt sind Wände! Dadurch wird das Signal merklich geschwächt. Zuerst kommt es dann zu Artefakten im Bild und schon kurze Zeit später bricht der Signal-Stream zusammen.

Ist aber auch ok, denn die eingesetzte Technik im 5 GHz Band gibt hier einfach nicht mehr her. Belkin schummelt dabei auch nicht und gibt eine max. Reichweite von 10 Metern an, wenn Hindernisse vorhanden sind. Auf gut DEUTSCH – man kommt mit diesem System von einem Zimmer in das nächste Zimmer, jedoch nicht vom Dachboden einmal quer durch das Haus zum Kinderzimmer ins Erdgeschoss – darüber sollte man sich im Klaren sein. Auch Stahl in Wänden oder Böden mag diese Übertragungsmethode nicht wirklich!

Sonstiges:
Ein kleiner Punkt ist mir noch negativ aufgefallen, welcher jedoch nur in speziellen Konstellationen auftreten wird. Wechselt eine Signalquelle sehr schnell hintereinander die Auflösung kann dies dazu führen, dass der Screencast etwas durcheinander kommt und die Meldung bringt, dass die Signalquelle nicht gefunden werden konnte. Dann muss man am Screencast die Quelle ändern und danach wieder zurück zur Ursprungsquelle springen. Danach initialisiert sich das Gerät neu und die Übertragung funktioniert. Dieser Fehler tritt zwar nicht immer auf, aber immer mal wieder!  (bei mir läuft die Multimediaplatte mit einer geringeren Auflösung als das angezeigte Bildmaterial!)

 

Fazit:
Mit dem Belkin Screencast bin ich vollkommen zufrieden. Zwar gibt es noch den einen oder anderen Punkt, der leicht verbessert werden könnte, aber mit diesen leichten Mängeln kann ich gut leben und diese stören im täglichen Betrieb nicht. Das Belkin Screencast AV 4 System besitzt zudem noch eine USB-Schnittstelle über die man evt. noch die eine oder andere Softwareverbesserung von seitens Belkin nachschießen könnte. Persönliche Bewertung: 9 von 10 möglichen Punkten.

 

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