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LG G Watch R Test – das kann die Smartwatch

Heute möchte ich Euch mein neues Spielzeug, eine Smartwatch aus dem Hause LG einmal etwas näher vorstellen! Die LG G Watch R befindet sich nun gute 2 Wochen in meinem Besitz und es ist wohl Zeit, Euch davon zu berichten! Die LG wird der Nachfolger meiner Sony SW 2 – von da her bin ich gespannt, wie sich das Android Wear im Vergleich zur Sony eigenen Software schlägt, wobei man erwähnen sollte, dass die Sony SW 3 ja jetzt auch auf die Google Wear Software Technologie aufsetzt. Diese Software-Integration von Google wird nun wohl das „State Of the Art“ für die Kommunikation mit Wearables!

Warum ist es die LG G Watch R geworden?
Im Prinzip wollte ich nach der eckigen Uhr eine runde Uhr besitzen. Tja und bei den runden Uhren ist der Markt noch nicht wirklich groß! Besser gesagt – sehr überschaubar mit den zwei verfügbaren Modellen! 😉 …und so musste ich mich nur zwischen der Motorola Moto 360 und der LG G Watch R entscheiden! Die Moto 360 Grad hat ein etwas größeres Display als die G Watch R, dafür ist das Display von Motorola nicht komplett rund! Die Displays setzen zusätzlich auf unterschiedliche Technologien auf.

Entscheidungsfaktoren:
Display:
Moto 360 – LCD – 1,56 Zoll (nicht ganz rund) 320×290 Pixel – 205 PPI
G Watch R – P-OLED – 1,3 Zoll (rund) 320 x 320 Pixel – 245 PPI

Akku:
Moto 360 – 320 mAH
G Watch R – 410 mAH

Sonstige Unterschiede:
Die Moto 360 bietet folgende Sensoren / Funktionen mehr: (Licht, Pedo – 2 Mikrofone) + Wireless Charging
Dagegen setzt LG folgende technischen Details: Barometer

Primär habe ich dann zur LG wegen des besseren Akkus und des „perfekten“ Displays gegriffen. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, wie sich das Display im Dauerbetrieb schlagen wird, denn die OLED Displays neigen ja dazu über die Zeit abzubauen, bzw. einzubrennen! Dafür ist natürlich der Energieverbrauch bei einem P-OLED Display erheblich niedriger!

Hier die technischen Daten der LG G Watch R:

Betriebssystem: Android Wear
Display: 1,3″-Display, 320 x 320, P-OLED-Technologie
Gewicht: 63 g
Akku: 410 mAh
Prozessor: CPU: 1,2 GHz
Verbindungen: Bluetooth 4.0 LE
Speicher: 4 GB interner Speicher mit 512 MB RAM
Ports und Anschlüsse: USB-Anschluss (Pogo-Pin) an der G Watch R mit Micro-USB an der Ladehalterung
Extras: IP 67, Pulsmesser, Barometer
Sensoren: 9 Achsen (Beschleunigungsmesser/Kompass/Gyroskop)

Das Unboxing:

Die Umverpackung ist in gewohnt guter Qualität und man kann hier wirklich nicht meckern!

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Der Verpackungsinhalt:
USB-Kabel zur Stromversorgung der Ladestation
Ladestation
Netzteil
Anleitung
Smartwatch

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22mm Lederarmband – kann durch andere Hersteller fremde Armbänder ausgetauscht werden! Die Austauscharmbänder dürfen lediglich am Verbindungsstück nicht zu lang sein.

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Hier sieht man den Sensor für die Pulsmessung!
Der Aufkleber mit der Seriennummer befindet sich sehr unpraktisch am Gehäuse. Am besten solltet ihr dieses gleich abziehen oder zumindest Fotografieren. Denn bleibt der Aufkleber dran, wird dieser nach 5 Tagen nicht mehr zu lesen sein! Da frägt man sich natürlich schon, warum dieser dort befestigt wurde!

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Die Ränder der Uhr sind mit Folien geschützt, diese können ebenfalls entfernt werden. Danach glänzt die Uhr nicht mehr, sondern hat einen eher matten Farbton!

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Materialien und Verarbeitung: 
Die Uhr wirkt hochwertig und ist es auch, auch wenn die ganze Uhr nicht total aus Metall gefertigt wurde! Die Oberseite und die die sichtbaren Stellen sind aus Metall. Die Unterseite und die Krone aus Plastik! Die Unterseite aus Plastik ist für mich „OK“ – dürfte ich mir eine Veränderung wünsche, so hätte ich gerne eine Krone aus Metall! Das Armband ist Echleder und zu beginn etwas starr! Dies legt sich aber schon nach sehr kurzer Zeit. Das Display wird von einem unbeweglichen Zahlenring eingefasst. Über dem Display wurde ein Gorilla Glas zum Schutz des Displays angebracht.

Hardware und Software:
Die Software läuft extrem flüssig auf der Uhr und ich konnte keine Ruckler feststellen. Leider erkennt die Uhr meine Sprachanweisungen nicht so perfekt wie mein Smartphone! Ich habe zwar keine Ahnung, warum die Spracherkennung des Smartphones besser funktioniert, aber es ist jedenfalls so! Als Software kommt Android Wear zum Einsatz, welche derzeit auf allen Smartwatches eingesetzt wird. Die Software fliest hier im Test nicht ein, da wie gesagt derzeit alle Uhren mit dieser Version arbeiten!

Display: 
Das Display finde ich persönlich wirklich super! Alle Anzeigen sind sehr scharf und nur bei sehr feinen Abbildungen kann man die Pixel erkennen. Das Display kann selbst aus extremen Winkeln noch ohne Probleme abgelesen werden und die Helligkeit ist mehr als ausreichend. Ich benutze momentan die Helligkeitsstufe 1 von insgesamt 6 Stufen! Wird nicht auf die Uhr gesehen, fällt die Uhr in eine Art von Energiesparmodus und es werde nur noch die wichtigen Anzeigen eingeblendet. Je nach Smartwatch Face kann man dieses nach seine eigenen Vorstellungen anpassen. Aktuelle Meldungen werden auch im Ruhemodus eingeblendet und sind dort dauerhaft zu lesen. Damit ist sicher gestellt, dass die eingehenden News auch gelesen werden können, wenn die Uhr gerade einmal nicht im aktiven Modus läuft. Auf den aktiven Modus wird umgeschalten, sobald man auf die Uhr blickt. Diese Umschaltung könnte vielleicht einige Sekundenbruchteile schneller von statten gehen – liegt aber durchaus in einem praktikablen Bereich! Die Umschaltung funktioniert in 90 bis 95 Prozent richtig bzw. kann es auch mal sein, dass die Uhr durch eine andere Bewegung in den aktiven Modus wechselt! Aber besser einmal zu viel als ständig Probleme mit der Umschaltung zu haben!

Vibration: 
Die Vibration kann im derzeitigen Zustand nicht geregelt werden. Gefühlt würde ich sagen, könnte der Vibrationsmotor noch einen Tick stärker anschlagen. Befindet man sich in normalen Situationen, reicht die Vibrationsstärke zwar vollkommen aus, ist man jedoch etwas abgelenkt bzw. trägt man die Uhr nicht unbedingt fest am Handgelenk, kann man auch mal die eine oder andere Signalisierung verpassen.

Pulsmesser: 
Nettes Feature, welche ich persönlich nicht unbedingt benötigen würde. Zudem ist bislang keine Realtime-Messung möglich! D.h. um den Puls zu bestimmen, muss der Pulsmesser gestartet werden, dann dauert es gefühlt 10 Sekunden bis der Wert geliefert wird.

Akku – Betriebszeit: 
Der Akku und das Energiemanagement ist gut bemessen, aber über die 2 Tage Betriebszeit wird man mit dieser Uhr nicht kommen. Wahrscheinlich wird die Uhr aus Sicherheitsgründen eh jede Nacht am Ladegerät hängen, aber es ist gut zu wissen Akku-Reserven zu besitzen. Der Ladevorgang selbst ist für mich persönlich das größte Manko an dieser Uhr! Denn man ist abhängig von der Ladeschale und wenn man oft unterwegs ist oder zwei Wohnsitze besitzt, muss ständig dieses Spezial-Ladegerät mit sich geführt werden! Dieses bekommt man derzeit übrigens nicht mal im Zubehörhandel! Ich habe zu dieser Thematik sogar schon LG angeschrieben, welche mit auf den Haus-Ersatzteil-Lieferanten verwiesen haben, der mir auch nicht weiter helfen konnte! Hier ist die Uhr wohl noch einen Tick zu neu! Klingt komisch – ist aber so – und dies ist unter Umständen nervig!

Nutzung über den Tag hinweg: 
Grundsätzlich benötigt man nicht wirklich eine Smartwatch, hat man sich aber erst einmal daran gewöhnt – ist es gar nicht so übel, das Smartphone hin und wieder in der Tasche lassen zu können. Man checkt kurz seine Emails und kann direkt entscheiden, ob zum Smartphone gegriffen werden muss. Es kommt eine Anfrage über einen Messenger herein und diese beantwortet man kurz per Sprachbefehl! Ein wirklich häufig genutztes Feature ist bei mir die Steuerung von Spotify und Audible. Ich steige ins Auto ein, das Smartphone verbindet sich automatisch mit dem Autoradio über BlueTooth und ich wähle die Medienquelle an der Uhr aus. Einen Titel weiter schalten – kein Problem – ein Tastendruck auf die Uhr genügt! Ebenso benutze ich die Uhr z.B. als Türöffner. Dies geht um einiges schneller als immer das Smartphone aus der Tasche heraus kramen, dieses entsperren und die entsprechende Software starten zu müssen! Wetterdaten, Erinnerungen und an die Google Now Karten, kann man sich ebenfalls sehr schnell gewöhnen!

Fazit: 
Für mich bietet die Smartwatch LG G Watch R eine gut Unterstützung im Alltag und ich habe mich schon sehr an die Uhr am Handgelenk gewöhnt. Ob man bereit ist für den Mehrkomfort am Handgelenk um die 250 Euro zu investieren, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wobei dieser Preis wohl sehr schnell sinken wird, zumindest war dies so in der vergangenen Zeit! Der Vorgänger der LG G Watch R ist gerade einmal ein halbes Jahr alt und wurde schon für 100 Euro direkt über Google verkauft!

LG G Watch R

Design und Formfaktor
Funktion
Akku
Preis / Leistung

Tolles Produkt

Für Geeks ein wirklich tolles Gadget!

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Tags:

  • bilder lg watch r folie am gehäuse entfernen
  • ladeschale LG smartwatch
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