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Withings Waage WS-50 im Test

Die Withings Waage WS-50 ist kein wirklich neues Gadget im Smart Home Bereich, denn die Waage mit der Online Dokumentation ist schon seit gut 5 Jahren in Variationen auf dem Markt und unterstützt seine Nutzer bei der Gewichtskontrolle. Da diese Online Waage momentan über diverse Angebote durch Amazon gepushed wird, dachte ich mir – berichte ich einmal kurz über dieses Produkt in diesem Test und zeige Euch was diese Waage kann und was nicht.

Die Online Waage mit App Unterstützung kostet regulär im Handel ca. 150 Euro und ist damit kein wirkliches Schnäppchen, welches man sich unüberlegt kaufen wird. Selbst zum reduzierten Preis von ca. 110 Euro, wird der eine oder andere noch etwas schlucken und sich denken, brauch ich eine elektronische Waage mit einer Schnittstelle ins Netz und zum Smartphone?

Nun ja, diese Entscheidung kann ich Euch natürlich grundsätzlich nicht abnehmen – aber ich kann Euch die Waage einmal etwas genauer vorstellen und Euch sagen, dass die automatische Dokumentation der gemessenen Daten recht nett ist. Ich habe mir das System gekauft, da mich die Technik einfach interessiert hat und mein Haus und mein Leben eh schon vernetzt ist, da ist so eine Waage nur ein weiteres Puzzelteilchen, welches ich eben habe ohne einen tieferen Hintergrund wie z.B. eine Gewichtsreduzierung gekauft habe. Wer Abnehmen möchte, den kann die Waage natürlich dabei schon unterstützen, da man eine Art von Abnehmplan erstellen kann und die App einem darüber informiert, wie weit man noch vom angestrebten Wochenziel entfernt ist. Zudem informiert der Smart Body Analyzer einem darüber ob man auch wirklich sein Fett verbrennt oder ob die Gewichtsreduktion andere Gründe hat. Der durch die Waage erstellte Body-Mass-Index (BMI) gibt einen schnellen Überblick darüber, in welcher Region man sich gerade befindet.

Hier ein kleiner Überblick was der BMI aussagt:

mäßiges Untergewicht 16,0 – < 17
leichtes Untergewicht 17,0 – < 18,5
Normalgewicht 18,5 – < 25
Präadipositas Übergewicht 25,0 – < 30
Adipositas Grad I Fettleibigkeit 30,0 – < 35
Adipositas Grad II Fettleibigkeit 35,0 – < 40
Adipositas Grad III Fettleibigkeit ≥ 40,0

INFO:
Geht man nach diesen Werten, kämpfen sehr viele Personen in Deutschland mit Übergewicht.
44 Prozent der Männer und 30 Prozent der Frauen in Deutschland befinden sich laut dem BMI in der Region der Übergewichtigkeit. Nimmt man nun die Fettleibigkeit in diese Statistik mit auf, stellt man fest – 50 Prozent der Deutschen sind übergewichtig.

Zusätzlich zu den Gewichtsdaten wird auch noch der Ruhepuls erfasst, den man in seine persönliche Statistik aufnehmen lassen kann. Wobei ich sagen muss, dass die Bestimmung des Puls nicht immer sauber funktioniert.

Dies sind nun alle Daten, welche über eine Person gesammelt werden.

Darüber hinaus wertet die Waage noch die persönliche Umgebung aus und dokumentiert diese ebenfalls online mit! Hierzu wird über den CO2-Wert die Luftqualität bestimmt und zusätzlich noch die Umgebungstemperatur analysiert. D.h. ihr könnt über die App mal schnell gucken, welche Temperatur gerade im Bad herrscht! Ob man solche Werte wirklich benötigt, sei mal dahin gestellt.

Bevor ich mir jedoch eine Bewertung über dieses Produkt erlaube, möchte ich Euch kurz die Umverpackung zeigen und wie man die Waage in Betrieb nimmt.

Fangen wir beim Unboxing an:

Withings Waage WS-50 im Test (1)

Noch nicht viel zu sehen – daher hier die Rückseite für Euch:

Withings Waage WS-50 im Test (2)

Hier sieht man nun den Funktionsumfang der Waage:

  • Gewicht anzeigen
  • Körperfett anzeigen
  • Puls anzeigen
  • Luft Qualität anzeigen und auswerten

Bis her noch nicht angesprochen:

  • Activity Report
    Falls die Withings App Euer primärer Fitness Begleiter werden sollte, könnt ihr hier sehen, wie viele Schritte Euch noch zum Tagesziel fehlen.
  • Wetter Anzeige
    Tja, warum nicht die Wetterdaten bei täglichen Besuch der Waage anzeigen lassen! 😉
  • Multi-User
    Dies ist ein wahrscheinlich ein sehr interessanter Punkt. Man kann mehrere Nutzer bei der Waage hinterlegen und diese werden auch automatisch erkannt. Dafür bekommt jeder neuer Benutzer einen eigenen Nutzeraccount über den er selbst verwalten kann.
  • Wifi Sync
    Eine sehr nette Option, denn nach der primären Einrichtung muss man sich um gar nichts mehr kümmern! Das System hinterlegt alle Daten ganz automatisch im Online Account und diese sind von dort aus abrufbar.

…und so sieht das Innenleben der Schachtel aus:

Withings Waage WS-50 im Test (3)

Sehr schick wie ich finde! Die Waage gibts übrigens auch noch in einer weißen Ausführung!

Hier ein Blick auf den Quick Installation Guide und ein paar zusätzliche Füße für die Waage. Diese sollten montiert werden, wenn die Waage auf einem Teppich betrieben werden soll. Ansonsten könnt ihr dieses „Tuning“ auch weg lassen.

Die Montage selbst ist sehr einfach.
Doppelseitiges Klebeband abziehen und drauf kleben! 😉 Auf der anderen Seite stören die Füße nicht wirklich und wenn diese einmal montiert sind, kann man sie schon nicht mehr verlieren. 😉 Falls sich später doch einmal der Standort der Waage ändert.

Withings Waage WS-50 im Test (4)

Die Waage wird mit den benötigten 4 AAA (Micro) – Batterien geliefert.
Diese besitzen eine Ausdauer von rund einem Jahr und falls diese langsam leer werden, wird dies in der App angezeigt.
Möchte man die Waage in Betrieb nehmen, muss nur das kleine Plastikteil entfernt werden, welches aus der Batteriebox heraus ragt.

Withings Waage WS-50 im Test (5)

Das wechseln der Batterien geht sehr einfach und ist ohne Werkzeug möglich.

Danach drück man auf das Verbindungszeichen auf der Rückseite und darauf wartet die Waage auf eine BlueTooth – Connection.

Withings Waage WS-50 im Test (6)

Jetzt nehmt ihr Euer Smartphone (Android und iOS Endgeräte sind möglich) und verbindet dieses mit der Waage!

Withings Waage WS-50 im Test (9)

Jetzt sucht die Waage die entsprechende App, findet diese nicht und gibt die entsprechende Rückmeldung aus, man möge doch bitte die Withings App installieren. Diese Info gibt es direkt mit dem passenden Link zum entsprechenden Store!

Withings Waage WS-50 im Test (10)

Withings Waage WS-50 im Test (11)

Die Waage meldet nun zurück, dass auf die App gewartet wird.

Withings Waage WS-50 im Test (7)

Ist diese installiert, beginnt die eigentliche Konfiguration des eigenen Profils und der Waage. Aber keine Angst, der gesamte Installationsprozess dauer vielleicht gerade einmal 5 bis 10 Minuten!

Withings Waage WS-50 im Test (12)

Interessant ist – dass die App sich gleich als erstes mit Facebook und Twitter verbinden möchte! Dieses kann man aber mit einem einfachen „NEIN“ abwählen. Verbindungen zu sozialen Netzwerken ermöglichen automatische Status-Updates – aber dies geht meiner Meinung etwas zu weit.

Withings Waage WS-50 im Test (13)

Ich finde schon die persönlichen Daten, welche hinterlegt werden müssen etwas heftig.

Zuerst wird „nur“ die Emailadresse und das Passwort zur Kontoeröffnung abgefragt.

Withings Waage WS-50 im Test (14)

Doch schon im Schritt 2 wird der Vorname / der Name und der Geburtstag abgefragt.

 

Withings Waage WS-50 im Test (15)

 

Danach möchte die App noch wissen, ob man Männlein oder Weiblein ist, wie groß man ist und welches Gewicht man besitzt.

 

Withings Waage WS-50 im Test (16)

 

Sind all diese Daten hinterlegt, wird ein Online-Konto erstellt und die App möchte nun die Waage für den WLAN Zugriff konfigurieren.

 

Withings Waage WS-50 im Test (17)

Hier muss man nur bestätigen, dass die App die Daten für den Wifi Zugang an die Waage übergeben darf! Der Rest läuft wie von ganz alleine! Die Waage und die App „schüttelt“ sich etwas und nach ca. 20 Sekunden ist das System bereit zur Nutzung.

Withings Waage WS-50 im Test (18)

Jetzt muss man sich nur noch auf die Waage stellen und schon werden die Messungen durchgeführt und dem Benutzerkonto zugeordnet.

In der App selbst kann man nun noch ein Gewichtsziel hinterlegen und eine Verbindung zu Apples Health oder dem Googles Health System herstellen.  Hier sollte man sich auch gut überlegen, welche Daten abgeglichen werden, bzw. welche App die Basis-App für die Gesundheitsdaten werden soll. Denn es macht ja keinen Sinn, wenn Euch das Apple Health System daran erinnert ein paar Schritte zu gehen und ein paar Minuten darauf die Withings App sich meldet um Euch an Aktivitäten zu erinnern.

Hier müsst ihr für Euch entscheiden, welche die primäre Verwaltungs-App werden soll? Unterstützt werden derzeit über 100 andere Partner und Fitness Apps.

Übrigens!
Ist die Waage erst einmal eingerichtet, können die Ergebnisse auch online über die Webseite von Withings eingesehen werden:

https://account.withings.com/

Über die Webseite kann man so ziemlich alle Einstellungen vornehmen, die auch per App vorgenommen werden kann. Ausgenommen davon ist die direkte Parametrisierung der Waage inklusive der Software-Updates. Dafür kann man über die Webseite die Messergebnisse als CSV Datei für eine alternative Weiterverwendung herunter laden oder auch wieder ins System einspielen, falls einmal etwas falsch laufen sollte.

Webseite-Withings

INFO:
Wer nicht alle Daten auswerten möchte, kann der Waage über die Einstellungen ebenfalls mitteilen, dass das System nur als „normale“ Waage dienen soll und keine zusätzlichen Körperparameter erfasst werden sollen. Hier geht aber nur Hüh-oder-Hop – d.h. entweder alles deaktivieren bis auf die Gewichtsmessung oder alle Auswertungen angeschalten lassen.

 

Nutzung der Waage

Die eigentliche Nutzung im Alltag ist dann relativ simpel gehalten und man muss sich nach der einmaligen Parametrisierung um nichts mehr kümmern! D.h. am besten natürlich Barfuß drauf auf die Waage und die Pfeile in der Anzeige beachten! (ein „Einschalten“ der Waage ist nicht nötig) Diese Pfeile zeigen Euch an, ob ihr perfekt auf der Waage steht. Pfeil nach hinten -> Gewicht leicht nach hinten verlagern. Sollte ein Symbol mit Füßen im Display auftauchen, so müsst ihr die Stellung der Füße korrigieren. Im Normalfall sollten jedoch keine Korrekturen notwendig sein!
Dann läuft die Waage ihr „Programm“ durch und ermittelt alle Werte. Ein Durchlauf dauert dabei ca. 15 bis 30 Sekunden. Die Lesbarkeit der Anzeige ist perfekt. Die Genauigkeit stimmt 1 zu 1 mit einer alternativen Waage überein.

TIPP:
Sportler können eine Art „Sportler“ Modus aktivieren.

Auswertungen

Nach dem man auf der Waage gestanden hat, sind die Daten dann auch schon online verfügbar und können über die App abgerufen werden.

INFO:
Wenn man die Email-Benachrichtigung auf der Webseite nicht abstellt, bekommt man hin und wieder eine Infomail mit den Ergebnissen der Messungen oder Tipps, wie man die Waage bedienen kann, bzw. seine Ergebnisse verbessern könnte. Wer dies nicht möchte – einfach abschalten! 😉 Genauso lassen sich auch die Informationen über die App selbst deaktivieren.

 

Fazit zur Withings Waage WS-50
Schicke Waage – einfache Einrichtung – problemloser Betrieb – so muss Technik sein! 😉 Die Waage macht genau das was man sich von solch einem Gerät im Jahr 2015 erwartet. Einzig diese Gier nach Daten, welche dann auch noch online gestellt werden müssen finde ich nicht optimal, aber hey – wer das nicht möchte, kann ja mit Fake Daten (Email und Name) arbeiten. Dann sind die Messwerte zumindest schon mal nicht so leicht zuordenbar. Ansonsten funktioniert das System wirklich wunderbar und ist auch von Personen, welche nicht so technisch versiert sind in Betrieb zu nehmen. Die Abläufe dafür sind perfekt optimiert. An die eigentliche Nutzung, welche nicht so optimal per Papier dokumentiert ist, wird man nach und nach über die App bzw. über Infomails heran geführt. Ob nettes Gadget für Technikfreaks, als unterstützendes Medium bei der nächsten Diat oder auch zur Trainings-Überwachung für Sportler – die Withings WS-50 erfüllt jeden dieser Ansprüche.

Withings WS-50 Smart Body Analyzer, schwarz


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2 thoughts on “Withings Waage WS-50 im Test”

  1. Jo, und wenn der BMI im roten Bereich liegt, geht der Kühlschrank nicht mehr auf -> Smart Home 🙂

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