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VTech Hack – wohl umfangreicher als zugegeben

Gestern haben wir schon darüber berichtet, dass der Hersteller von digitalen Kinderspielzeug gehackt worden ist und Daten gestohlen wurden. Dies hat VTech auch zugegeben und die Angaben auf ihrer Webseite stimmten in etwa mit den Informationen überein, welche von der Seite Motherboard veröffentlicht worden sind, welche wiederum im direkten Kontakt mit dem Hacker stehen, der die Daten „geklaut“ hat. Das Interessante an der Sache ist aber – Motherboard legt nun nach und sagt indirekt – VTech habe nicht die vollständige Wahrheit über den Hack berichtet. Denn es seien noch viel mehr Daten entwendet worden!

Zusätzlich zu den schon genannten Personendaten hatten die Hacker auch noch Zugriff auf die Chat-Logs, aufgenommene Audiofiles und Fotos. Diese stammen aus dem Kids Connect Dienst, was wohl eine Art Whats-App für Kinder ist. Laut den Angaben auf der Seite Motherboard sind bei diesem Dienst 2,3 Millionen Nutzer registriert und haben darüber auch kommuniziert. Das kann man sich gar nicht so richtig vorstellen, wenn man bedenkt, dass der Dienst primär für Kinder zur Verfügung gestellt worden ist. Das interessante dabei dürfte eben gewesen sein, dass der Service die Smartphones der Eltern mit dem VTech Spielzeug der Kids kommunizieren lies. Dies wiederum erklärt die hohen Nutzerzahlen.

Insgesamt habe man wohl alleine 190 GB Fotos von den Servern der Anbieter herunter gezogen. Davon wurden als Beweis ca. 3500 Fotos an die Seite Motherboard übermittelt. Plus – Audio-Files – Plus Chat-Logs. Die Daten auf welche man zugreifen konnte, wurden innerhalb des letzten Jahres auf den Servern des Dienstanbieters abgelegt.

VTech-Hack-Beweise

[Foto Motherboard]

Jetzt fragt man sich als „Kunde“ natürlich – wurde diese Informationen von VTech absichtlich unterschlagen oder wissen die Jungs gar nicht, was mit ihren Servern alles passiert ist? Wobei es fraglich ist, welche der beiden Varianten die BESSERE ist.

Von dem Hack an sich kann man auch halten was man möchte – zumindest hat der Hacker verlauten lassen, dass diese persönlichen Dinge nicht weiter veröffentlicht werden. D.h. man wird keinen Dump der Daten im Netz online stellen und so kann man vielleicht als Elternteil zumindest etwas aufatmen. Grundsätzlich sollte man vielleicht überdenken, wen man welche Daten zur Verfügung stellt und was im schlimmsten Fall passieren könnte, wenn diese Dinge dritten Personen oder gar der ganzen Welt veröffentlicht werden.

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Martin Straub auf Google+

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