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Smartphone-Boom 2011: Die Nachfrage steigt weiter an – Gastbeitrag

Die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GfU) gab am Montag in Nürnberg die Geschäftszahlen der Elektroindustrie des ersten Quartals 2011 bekannt, durch die besonders eins sehr deutlich wurde: Das Smartphone ist in der Bundesrepublik Deutschland beliebter als jemals zuvor. Der Gesamterlös (die Umsätze aller Geschäftssparten) ist demnach um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt 6,6 Milliarden Euro gestiegen.

Antriebsmotor seien vor allem Smartphone und Tablet-PC gewesen, so die GfU. Der Verkauf von neuen Smartphones betrug in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres insgesamt drei Millionen. Dies entspricht einem Plus gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr 2010 von 152 Prozent. Insgesamt konnte die Branche im ersten Quartal 2011 einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro mit den Internet-Handys erzielen. Die 176000 verkauften Tablet-PCs von Januar bis März 2011 bedeuten einen Umsatzzuwachs von 96 Millionen Euro im Vergleich mit dem Vorjahr. Der Erlös aller privat genutzten Telekommunikationsgeräte wuchs dank dieser Verkaufsschlager um 40,1 Prozent an.

Wie wichtig dieses gewaltige Umsatzplus beim Smartphone und dem Tablet-PC für die Branche war, beweisen die Verkaufszahlen anderer elektronischer Geräte. Denn bei anderen elektronischen Produkten für den privaten Gebrauch verzeichnete der Handel zum Jahresbeginn laut GfU lediglich geringe Umsatzzuwächse oder sogar Umsatzrückgänge. So sank beispielsweise der Umsatz bei Produkten der Unterhaltungselektronik von Januar bis Ende März um 1,7 Prozent. Der Umsatz mit Camcordern ging um 12,3 Prozent zurück, bei Navigationsgeräten gab es einen Rückgang um 16,3 Prozent.

Das frühere Umsatzzugpferd Navigationsgerät musste im ersten Quartal 2011 ein Minus von 16,3 Prozent erdulden. Die Verkaufszahlen von Camcordern gaben um 12,3 Prozent nach. Alle Produkte der Unterhaltungselektronik verzeichneten insgesamt ein Minus beim Umsatz im ersten Quartal 2011 von 1,7 Prozent.
Der deutsche Smartphone-Boom ist Teil eines weltweiten Trends. Weltweit wurden in den Monaten Januar bis März des laufenden Jahres insgesamt 79,9 Prozent mehr Smartphones verkauft als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Insgesamt wechselten dabei 99,6 Millionen der Telefone den Besitzer. Dies bedeutet, dass mehr als drei Prozent der weltweiten Smartphone-Verkäufe auf die Bundesrepublik entfallen. Dabei lebt in Deutschland nur in etwa ein Prozent der Weltbevölkerung.


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