Hardware

MAX! eQ-3 Heizungssteuerung – Testbericht

Kleiner Test der MAX! Heizungsregelung

Langsam aber sicher werden die Tage wieder kürzer und die kalte Jahreszeit beginnt. Die Heizungen werden wieder aktiviert um ein angenehmes Raumklima zu schaffen. Soweit so gut, doch wenn man so wie ich nicht immer zu Hause ist und eventuell auch gar nicht in meinem „eigenen“ Bett übernachte, kommt es nicht selten vor, dass die Heizungen heizen, obwohl niemand zu Hause ist. Jetzt könnte man zwar sagen, warum dreht man die Heizungen dann nicht einfach runter? Ganz einfach ich hasse kalte Räume und ausgekühlte Wohnräume zumindest im primären Wohnbereich. Gerade dann wenn man einen relativ großen Wohnbereich hat, kann es einige Zeit dauern, bis die Raumtemperatur wieder die Wohlfühltemperatur erreicht. Auch bin ich, wenn ich ganz ehrlich bin etwas zu faul die Heizungen zu bedienen und so kann es schon mal vorkommen, dass die Heizkörper sinnlos laufen und man im Prinzip auch gleich die Geldscheine anzünden könnte um die Raumtemperatur zu erhöhen! 😉 Nun ja, ganz so schlimm wird es nicht sein – aber zumindest so schlimm für mich, das ich mir Gedanken drüber gemacht habe, wie ich eine brauchbare Lösung für dieses Problem aussehen könnte.

Wir halten fest, die Person wird sich nicht ändern – dazu bin ich einfach schon zu alt! 😉 Also musste sich die Technik ändern und auf mich einstellen. Dies führte dazu das ich mich etwas mit Hausautomatisation beschäftigt habe und ein paar Systeme am Markt fand, welche für eine Steuerung der Heizung in Frage kamen. Welche Auswahl-Kriterien waren für mich wichtig?

– Zentrale Steuerung der Heizung
– Regelung der Heizung von unterwegs
– verschiedene Heiz-Profile
– einfache Konfiguration
– automatische Absenkung der Temperatur bei Fensteröffnung (ja, auch beim Lüften erwische ich mich immer wieder, dass die Heizung an bleibt! 😉 )
– Anbindung oder Erweiterbarkeit von weiteren Komponenten einer Hausautomatisation

Nachdem die engere Auswahl alle diese Punkte abdecken konnte, viel meine Entscheidung bedingt durch die gute Preis / Leistung auf die MAX! Heizungssteuerung von eQ-3. Das MAX! System wird übrigens auch noch von anderen Herstellern unter eigenem Label verkauft.

 

MAX-Installation-Einrichtung-Komponenten (1)

 

 

Welche Komponenten werden benötigt?

MAX! Cube
Der MAX!Cube ist die zentrale Steuereinheit. An den kleinen Würfel werden alle Komponenten angemeldet und dieser hält die Verbindung über ein LAN Kabel mit dem Internet und dem lokalen Netzwerk.

Vorteil: Am Cube selbst müssen keine Einstellungen vorgenommen werden. Der Cube bezieht seine Netzwerkdaten über den DHCP Servers des Routers und die Software findet ganz automatisch den Cube. Ist kein DHCP Server vorhanden, erkennt dies die Software ebenfalls und ein Fenster für die IP Konfiguration erscheint. Die Kommunikation zu den eQ-3 Servern findet über Standard-Ports statt und damit sollte das System ohne Anpassung des Routers in jedem Netzwerk funktionieren.

Nachteil: Der Cube selbst verfügt über keinen integrierten Webserver, der direkt angesteuert werden kann. D.h. es ist immer ein zusätzliches Programm notwendig wenn Einstellungen vorgenommen werden sollen. Es ist zwar auch ein Zugriff über das Internet möglich, jedoch läuft dieser dann über die Server von eQ-3, die eine Verbindung zum Cube herstellen. Genauso verhält es sich mit dem Zugriff über die verfügbaren Smartphone Apps. Bis jetzt werden hierbei Android und iOS Endgeräte unterstützt.

TIPP: Die LED Internet soll eigentlich eine saubere Verbindung ins Internet signalisieren. Diese Anzeige taucht jedoch direkt nach dem Anschluss nicht auf, bzw. lässt auf sich warten. Wenn die LED nicht leuchtet, könnte es vielleicht daran liegen, dass der Username und das Passwort für den Cube noch nicht über die Software konfiguriert worden ist. Werden die Daten hinterlegt, versucht der Cube eine Verbindung mit dem Internet herzustellen und geht irgendwann auch online! Den Begriff „irgendwann“ sollte man hier auch ernst nehmen, da der Erstkontakt zu den Servern von eQ-3 etwas Zeit in Anspruch nehmen kann. Denn selbst wenn das Lämpchen „Internet“ dauerhaft leuchtet kann es sein, dass die Webseite oder die App für die Konfiguration die Rückmeldung bringt, dass der Cube schon länger Zeit nicht mehr erreicht werden konnte. Eine Konfiguration ist darüber dann nicht möglich, da die Werte scheinbar nicht gespeichert werden, bis der Cube wieder erreichbar ist.

Dies ist aber alles unterm Strich kein Problem, denn nachdem sich die Server mit dem Cube abgeglichen haben, funktioniert alles wie es sein soll und die Fehlermeldungen gehören der Vergangenheit an. Man muss eben nur wissen, dass die Internet-Einrichtung durchaus ein paar Stunden in Anspruch nehmen kann und sollte sich zurück lehnen und nicht vergeblich nach dem nicht vorhandenen Problem beim Internetzugang suchen. Dies hätte mich beinahe schon in den Wahnsinn getrieben! 😉

 

MAX! Heizkörperthermostat
Das Thermostat regelt über einen kleinen Elektromotor die Heizung. Verschiedene Adapter ermöglichen den Anschluss an unterschiedliche Heizungstypen. Das Display ist recht groß und es ist ein direkter Eingriff auf die Temperatur über ein Drehrad möglich. Wird eine Einstellung getätigt, aktiviert sich die Hintergrundbeleuchtung des Displays. Die Heizungsregler verfügen über Kalkschutzautomatik, diese führt einmal in der Woche eine Bewegung des Bolzens an der Heizung durch. Abschalten lässt sich diese Funktion jedoch nicht.

Vorteil: Kompatibel mit vielen Heizungsherstellern und sehr einfach zu konfigurieren und in Betrieb zu nehmen. 2 Jahre Betrieb ohne Wechsel der Batterien soll laut Hersteller damit möglich sein.

Nachteil: Die Thermostate zeigen keine IST-Temperatur an. Am Display kann nur die Soll-Temperatur abgerufen werden.

 

MAX-Installation-Einrichtung-Komponenten (5)

 

MAX-Installation-Einrichtung-Komponenten (2)

 

 

MAX! Wandthermostat
Über das Wandthermostat können bis zu 8 Heizthermostate angesteuert werden. D.h. man hat eine zentrale Stelle über welche man auf alle verbundenen Thermostate Einfluss nehmen kann. Ein Wandthermostat würde ich jedem empfehlen, der große Räume zu beheizen hat und die IST-Temperatur an einer bestimmten Stelle gemessen werden soll. Das Wandthermostat kann auch so eingestellt werden, dass die momentane IST-Temperatur dort angezeigt wird.

Vorteil: Zentrale Temperaturmessung im Raum und der schnelle Eingriff auf das vorhandene Heizprofil ganz ohne Software oder APP. Das Modul kann entweder einfach an beliebiger Stelle über den mitgelieferten Rahmen irgendwo aufgeklebt werden oder was ich noch viel genialer finde direkt in die vorhandene Hausinstallation integriert werden. Dies ist ganz ohne Bohren möglich. Dazu wechselt man einfach einen schon vorhandenen Taster-Rahmen durch einen Rahmen aus, welcher eine Leeröffnung mehr besitzt. Durch die geringe Bauhöhe kann das Wandthermostat dort ohne Probleme eingebaut werden. Gekontert wird das Thermostat durch eine Plastikabdeckung auf der Rückseite, die das System im Rahmen fixiert.

Nachteil: Eine Hintergrundbeleuchtung für das Display wäre noch wünschenswert gewesen.

 

MAX-Installation-Einrichtung-Komponenten (7)

 

 

MAX! Fensterkontakte
Die Fensterkontakte melden den Zustand des Fensters oder der Tür (offen / geschlossen) an die Heizungsregelung weiter. Wird ein Fenster oder eine Tür geöffnet, so wird die Raumtemperatur auf einen definierten Wert abgesenkt. Wird das Fenster oder die Außentür wieder geschlossen, regeln die Heizkörper wieder vollautomatisch auf die gewünschte Temperatur.

Vorteil: Sehr einfache Montage über 3M Doppelklebeband und eine lange Batterielaufzeit von ca. 5 Jahren! Über diverse Adapter kann die Montage optimiert werden.

Nachteil: Für meinen Geschmack ist der Sensor und der Magnet etwas zu groß geraten.

 

MAX-Installation-Einrichtung-Komponenten (8)
 
MAX! Eco-Taster
Dies ist ein zusätzlicher Schalter dessen Funktion über die Software definiert werden kann. Der Ursprungsgedanke für diesen Schalter war eine schnelle und eine einfache Absenkung der Temperatur z.B. beim Verlassen der Wohnung.
Beispiel: Längere Zeit nicht in der Wohnung, ein Druck auf die ECO-Taste genügt und die Temperatur wird auf einen voreingestellten Wert herunter geregelt. Kommt man zurück genügt ein weiterer Tastendruck und die Steuerung nimmt wieder den normalen Betrieb auf. 

Vorteil: Zusätzlich Heizkosten sparen, da eine schnelle Absenkung der Temperatur auf Zeit möglich ist.

Nachteil: Gibt es im Prinzip nicht! Ist auch ein Produkt, welches man vielleicht nicht unbedingt benötigt und durch das Wandthermostat ersetzt werden könnte. Dadurch hätte man mehr Möglichkeiten der Regelung möglich.

 

MAX-Installation-Einrichtung-Komponenten (6)

 

Damit hätten wir alle Komponenten erwähnt, die für eine Heizungssteuerung notwendig sind. 

 

Kommen wir nun zur Installation der Software und der Einrichtung der Hardware:

Nachdem die Software von der Webseite herunter geladen worden ist, baut diese auch gleich die Verbindung zum Cube auf. Steht diese Verbindung, kann es auch schon los gehen! Auf den Komponenten selbst drückt man auf den Button für das Pairing und sucht danach über die Software nach neuen Geräten.

–> Download Webseite und Zugriff auf das Online Portal!

Wurde das neue Gerät erkannt, kann dieses einen Raum zugeordnet werden. Eine Steuerung ist immer Raumweise möglich. Möchte man unterschiedliche Temperaturzonen in einem Raum, so muss dieser sozusagen „virtuell“ unterteilt werden. Dies dürfte aber im Normalfall nicht sinnig sein, da eine optimale Heizleistung nur entsteht, wenn die Raumtemperatur von allen Heizungen im Raum geregelt wird. Heizungen befinden sich oft an „kritischen“ Stellen über die ein Wärmeabfluss statt finden könnte. Die Heizung in diesem Eck der Wohnung wirkt diesen Kältebrücken entgegen.

 

MAX-Konfigurations-Tool (1)

 

MAX-Konfigurations-Tool (2)

 

MAX-Konfigurations-Tool (3)

 

MAX-Konfigurations-Tool (4)

 

MAX-Konfigurations-Tool (5)

 

Die Einrichtung über die Software ist selbsterklärend und kann intuitiv statt finden.

Sind alle Geräte in einem Raum mit dem Cube verbunden, müssen nur noch die Temperaturwerte zu den unterschiedlichen Zeiten konfiguriert werden. Hier hat mir sehr gut gefallen, dass der programmierte Heizverlauf auch auf andere Räume oder auch Tage kopiert werden kann. Dies erspart doch einiges an Arbeit.

 

Fazit: Die Montage und Einrichtung ist wirklich kinderleicht und kann auch von Personen durchgeführt werden, die keine großen Ambitionen zur Technik besitzen. Ein Grundverständnis dafür sollte jedoch vorhanden sein. Beim Testen der Anlage gab es keine Probleme und alles funktionierte ohne Probleme. Jetzt kann der Winter kommen und ich werde sehen, ob das System dann auch im Dauerbetrieb und über einen längeren Zeitraum so sauber arbeitet.

 

Hier noch ein kleiner Blick auf die App und die Möglichkeiten welche dem Anwender dadurch zur Verfügung stehen.

Die Übersichtsseite:

MAX-iOS-APP (1)

 

Klickt man auf einen Bereich, kann dort die Temperatur geändert werden.

 

MAX-iOS-APP (2)

 

Wird diese gespeichert, kommt man zur Abfrage, wie lange die Änderung gelten soll.

 

MAX-iOS-APP (3)

 

TIPP: Steckdosen wurde inzwischen auch schon in das System aufgenommen. Jedoch kann ich dazu nichts sagen, da ich mir nicht sicher bin – ob diese sich für meinen Einsatzzweck rentieren. Naja, vielleicht komme ich ja irgendwann zu zwei oder drei dieser Steckdosen.


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