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Eine Einführung in das soziale Netzwerk „Pinterest“

„Entdecken Sie neue Dinge und bekommen Sie Inspirationen von Leuten, die Ihre Interessen teilen!“, versprechen die Macher des Social Network „Pinterest“. Der Name, der sich offensichtlich aus den englischen Wörtern „pinboard“ (Pinnwand), bzw. „pin“ und „interest“ (Interesse) zusammensetzt, ist Programm: Virtuelle Pinnwände können sämtliche Inhalte aus dem Internet wiedergeben. Auf diese Weise versprechen die Macher verschieden Nutzen ihrer Internetplattform.

So kann Pinterest dabei helfen, mein trautes Heim umzugestalten. Der Nutzer sammelt hier verschiedene Dekorationsprodukte, zum Beispiel Tapeten, Vorhänge, Lampen und Teppiche bis er eine Art Produktkatalog für seine neue Inneneinrichtung vorfindet. Natürlich können dann andere Nutzer von Pinterest ihre Meinung dazu abgeben und Verbesserungsvorschläge machen oder Links teilen, wo es die gezeigten Produkte noch günstiger gibt. Ob es nun die eigene Wohnung oder Haus ist, eine Hochzeit, der persönliche Kleiderschrank, eine Sammlung von Inspirationen von anderen Künstlern für sein eigenes Atelier oder eine öffentliche Diskussion über Rezepte, Pinterest bietet die Möglichkeit jedem seine persönlichen Vorstellungen zu visualisieren. Anspruch soll es auch sein, dass Menschen hier neue Kontakte knüpfen können, da gemeinsame Interessen bekanntlich verbinden (können).

Pinterest funktioniert ähnlich wie Facebook zum Beispiel. Findet man etwas Interessantes im Web, nutzt man den „Pin it“-Button auf der entsprechenden Website und die entsprechenden Informationen werden an ein neues „Board“ unter seinem Nickname bei Pinterest gepostet. Ein „Board“ setzt sich aus verschiedenen „Pins“ zusammen. Man kann beliebig viele „Pins“ an einem „Board“ anbringen. Findet man man etwas nicht im Web oder möchte ein eigenes Bild benutzen, so kann man es auch von der eigenen Festplatte auf Pinterest hochladen.

Auch bei Pinterest ist es möglich den verschiedenen Nutzern der Community zu „folgen“. Hier wird man dann über jedes neue „Board“ des Nutzers informiert, den man „verfolgt“. Will man sein Interesse auf etwas Bestimmtes richten, so kann man dies beim Folgen von individuellen „Boards“. Nichts neues also, wenn man bereits ein Profil auf Facebook sein Eigen nennt. Aber warum sollte man auch auf Bewehrtes verzichten wollen?

Damit das Leben in einer virtuellen Gesellschaft funktionieren kann, benötigt auch diese Regeln. Pinterest legt Wert auf einen netten Umgang in der Community. Getreu dem Motto: Über Geschmack kann man streiten, sollte man aber nicht (bei Pinterest). Damit einhergehende Beleidigungen werden, zumindest von den Machern, verschmäht. Die Erfinder von Pinterest zollen aber auch dem Urheberrecht Aufmerksamkeit. Hier besagt die Etikette, dass man seine Quelle immer gebührlich und richtig, mit einer entsprechenden Verlinkung beispielsweise, nachweisen soll. Hier wird also bereits seitens der Macher auf das Problem des oft vernachlässigten Urheberrechts hingewiesen, werden doch Links, die man nur von der Google Bildersuche kopiert hat, weniger gerne gesehen als der Ursprungslink eines verlinkten Bildes. Ebenso wenig gerne gesehen, wie das (neudeutsche) Gutenbergen, ist exzessiver Narzissmus. Eigenpromotion oder gar kommerzieller Nutzen von Pinterest ist nicht ausdrücklich verboten, aber zumindest nicht gerne gesehen. Deutlicher wird man hier schon eher bei Pornografie und Gewalt. Hier bietet Pinterest die Möglichkeit der gegenseitigen Kontrolle seiner Benutzer. Man kann, wie bei vielen anderen sozialen Netzwerken auch, andere Community-Mitglieder „verpetzen“ und solche verbotenen Inhalte melden.

Derzeit kann man bei Pinterest nur eingeladen werden. Allerdings ist es möglich eine solche Einladung bei Pinterest zu beantragen. Dann ist man wiederum dazu in der Lage, andere Menschen in die Community einzuladen. Die Macher versprechen sich hiervon ein schnelleres Bekanntwerden der derzeit noch unkommerziellen Plattform. Auch wenn man derzeit noch von Werbung auf Pinterest verschont bleibt, schließt man für die Zukunft nicht aus, Werbung auf Pinterest zu integrieren. Natürlich unter dem Aspekt auch zukünftig diesen Service im WWW anbieten zu können. Dies könnte dann ähnlich funktionieren wie bei Facebook, wo man personalisierte Werbung am Seitenrand erhält.

Pinterest ist derzeit nur auf Englisch verfügbar, kann aber auch von deutschen Usern mit geringen Englischkenntnissen genutzt werden. Das Projekt aus „Silicon Valley“ oder genauer „Palo Alto“ in Kalifornien, wurde bereits vom „TIME Magazine“ in die Top 50 der besten Websites von 2011 gewählt, richtet sich mit seinen Möglichkeiten offen eher an weibliche User und hat damit gar nicht den Anspruch eine Konkurrenz für Facebook zu sein. Das wäre auch äußerst ambitioniert gewesen. Doch was ist dieser Tage nicht ambitioniert in einem Internet, in dem es schon alles zu geben scheint?


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