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Baut Google ein zweites "Sealand"

Schwimmendes Rechenzentrum – ist Google daran beteiligt?

Den etwas älteren ITlern unter uns, wird vielleicht der Begriff Sealand ein Begriff sein, zumindest dann wenn man sich mich den Machenschaften im Internet etwas beschäftigt hat. Noch nie etwas von Sealand gehört? Sealand an sich ist eine Nordsee Plattform auf der man einen freien Datenhafen installieren wollte. Als Sealand noch im Gespräch war, gehörte die Idee bzw. die angefangene Umsetzung eines Offshore-Rechenzentrums zum Traum vieler Cyberpunks. Warum? Hätte man es wirklich geschafft in internationalen Gewässern eine Serverfarm mit entsprechender Internetanbindung zu installieren, wäre diese Anlage dem Seerecht unterlegen und hätte den Status von rechtsfreiem Raum / Internet erlangt. So zumindest die Vorstellung von HavenCo, dem damaligen Betreiber der Server auf Sealand.

Die Nachfrage aus unterschiedlichen legalen und illegalen Branchen des Internets waren vorhanden, doch wollte es mit der Technik nicht so ganz funktionieren. Zuerst wurden die Seekabel für die Internetanbindung nicht rechtzeitig fertig, dann gab es immer wieder rechtliche Probleme zum Status des Fürstentum Sealand. Was auch immer dafür verantwortlich war – 2008 gingen dann endgültig die Lichter aus und man startete den Versuch Sealand zu verkaufen. Schon 2007 zeigte z.B. die Plattform Pirate Bay Interesse an Sealand, brachte jedoch auch das nötigte Kleingeld nicht auf.

Soviel zum kleinen Ausflug in die Vergangenheit des „schwarzen“ Internet! 😉

Doch was hat nun Google vor?
Wirklich verlässliche Daten gibt es nicht, doch in der Bucht von San Francisco liegt schon seit einiger Zeit ein Containerschiff auf dem fleißig am Aufbau gearbeitet wird. Laut Medienberichten steckt jedoch Google hinter diesem 76 x 22 m großen Projekt und installiert dort ein ortsungebundenes Rechenzentrum. Diese Gerüchte wurden auf Nachfrage an Google weder bestätigt noch dementiert. Liest man die Berichte zu diesem Vorhaben, geht es immer darum eine mobile Serverplattform zu besitzen, die bei Bedarf von großer Rechenleistung z.B. bei Großveranstaltungen vor Ort gebracht werden kann und dort unterstützend zum Einsatz kommt.

Als ich gerade darüber gelesen habe, musste ich unweigerlich an Sealand denken! Mit der heutigen Technik und Googles Kleingeld könnte man solch ein Projekt wohl anständig stemmen und ein vernünftiges Offshore Rechenzentrum eröffnen.

Google-Offshore-Rechenzentrum

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