Hardware

Testbericht Archos 101 – Gastbericht

Test des Archos 101

Auf einer Grillparty bei Freunden entdeckte ich zum ersten Mal den iPad. Fasziniert und neugierig befasste ich mich fast den ganzen Abend damit. Es war unglaublich, was man alles damit anstellen konnte. Es dauerte nicht lange bis mir bewusst wurde, dass ich auch so einen haben wollte. Nur leider lag dieser nicht so ganz in meiner Preisklasse. Also fing ich an mich im Internet zu informieren, und nach preisgünstigeren Varianten Ausschau zu halten. Schon bald kam ich auf den neuen Archos 101 Internet Tablet, der schon ab 299,00 € erhältlich war. Nach gründlichen Überlegungen und um zahlreiche Informationen reicher, bestellte ich ihn mir schließlich.

Kaum erhielt ich mein heiß ersehntes Paket, hatte ich es auch schon geöffnet. Die Lieferung bestand aus dem Archos 101 Internet Tablet, einem USB – Kabel, einem Netzteil und einem Quick Start Guide. Anschließend hieß es erst einmal abwarten, bis die Batterie aufgeladen war. Was mir jedoch vom ersten Moment an positiv auffiel, war das leichte Gewicht. Das Gerät lag mit seinen unter 500 Gramm unwahrscheinlich gut in der Hand. Zusätzlich besitzt dieses einen Standfuß auf der Rückseite, sodass es auch leicht und praktisch auf dem Tisch platziert werden kann.
Kaum war das Aufladen beendet, fing ich auch schon an meine neue Errungenschaft zu erkunden. Sobald ich es aber fest in beiden Händen hatte, vernahm ich ein leichtes Knirschen auf der Rückseite. Zwar war dort kein Schaden zu erkennen, dennoch war es leicht beunruhigend. Bei den ersten Schritten wurde ich von einem Einrichtungsassistenten begleitet, der mich dann aber auch schnell wieder verließ. Als ich dann auf das Icon Handbuch drückte, hatte ich auch schon meine erste Überraschung. „Das Handbuch fehlt auf Ihrem Gerät. Wollen Sie es online lesen?“. Also erst mal eine drahtlose Internetverbindung herstellen. Dies funktioniert genau wie bei jedem handelsüblichen PC auch und war somit schnell hergestellt.
Als ich dann anschließend die integrierte Kamera ausprobieren wollte, wurde ich leider etwas enttäuscht. Die Qualität der Bilder und Videos war nur mäßig, da diese nur über eine VGA – Auflösung besitzt. Hinzu kam, dass die Kamera sich auf der Vorderseite des Gerätes befindet und ich erst mal mit meinem eigenen Gesicht überrascht wurde. Zum Fotografieren musste ich mich also ziemlich verrenken, aber für Webcam – Übertragungen und Eigenporträts war sie ganz gut zu gebrauchen.
Ziemlich schnell ist mir ebenfalls aufgefallen, dass der Lagesensor nicht immer auf Anhieb funktioniert. Erst nach einigen Malen rucken und rütteln verschiebt sich das Bild in die gewünschte Lage. Aber so weit ich weiß ist dies bei fast allen Tablets der Fall. Ebenfalls als ein Minuspunkt empfand ich den extrem spiegelnden 10 Zoll Bildschirm, der Fingerabdrücke magisch anzuziehen scheint. Draußen und vor allem in der Sonne konnte ich das Archos also kaum benutzen. Allgemein ist das Display ziemlich empfindlich, da allein das rüber Schweben mit dem Finger ausreicht, um einen Druck auszulösen, und hält man es etwas schräg, werden die Farben sofort verfälscht.
Positiv überrascht war ich allerdings von der Ausdauer des Akkus. Auch nach mehrstündigen Rumspielen und Surfen war dieser kaum erschöpft und hielt auch den nächsten Tag kräftig durch. Beim ersten Mal Aufladen tappte ich jedoch in eine kleine Falle. Die Kopfhörerbuchse und der Stromanschluss sehen absolut identisch aus. Natürlich steckte ich das Ladegabel falsch ein und wunderte mich nach einiger Zeit, warum die Batterie nicht stärker wurde, sondern auch noch schwächer. Nach einigen rumgrübeln war aber auch dies schnell behoben.
Aber außer der Kopfhörerbuchse und den Stromanschluss verfügt der Archos 101 noch über mehrere andere Anschlüsse. Sehr praktisch ist zum Beispiel, dass er über eine Micro – USB – Schnittstelle verfügt und jederzeit schnell und einfach an einen PC angeschlossen werden kann. Das dazugehörige Kabel befindet sich im Lieferumfang. Dazu befindet sich links daneben ein klassischer USB – Eingang, an dem ich schnell meine externe Festplatte anschließen konnte. So wird jede Datenübertragung zum Kinderspiel. Zu meiner größten Überraschung entdeckte ich, dass es auch über ein Mini – HDMI – Video – Ausgang verfügt, mit dem ich den Archos bildschirmfüllend auf meinen Fernseher bringen konnte. Das dazu nötige Kabel musste ich allerdings extra dazu kaufen, da es nicht im Lieferumfang inbegriffen war. Dafür bereitete mir mein neues Spielzeug anschließend umso mehr Spaß.
Besonders wichtig waren mir ebenfalls, die kabellosen Schnittstellen. Der Archos 101 stellte mich da vollkommen zufrieden. Er verfügt über das Archos W-LAN 802.11 b/g/n und zusätzlich noch Bluetooth. Zwar ist man dadurch unterwegs auf Hotspots oder öffentliche Netzwerke angewiesen, deckt aber trotzdem alle im häuslichen Bereich nötigen Bereiche ab. Leider ist UMTS für die mobile Datenverbindung noch nicht für dieses Gerät verfügbar.
Der Archos 101 besitzt als Betriebssystem das von Google entwickelte Android 2.2., das mich vor allem durch seine leichte Handhabung überzeugte. Die fünf Hauptschirme lassen sich leicht mit einem Fingerdruck erreichen und auch Icons können leicht mit der Fingerspitze verschoben oder auch gelöscht werden. Auf der rechten Leiste ist die Home – Taste platziert, die einen schnell auf den in der Mitte gelegenen Hauptbildschirm bringt. So konnte ich ganz einfach meinen neuen Archos individuell auf meine Wünsche einrichten.
Nach längerem Erkunden und Rumspielen entdeckte ich jedoch den nächsten Makel. Aufgrund des geringen Arbeitsspeichers von nur 256 MB RAM wurde mein Vorgehenstempo nach dem Öffnen mehrerer Anwendungen ziemlich verlangsamt. Und als krönende Spitze hängte er sich dann auch noch ein paar Mal ganz auf. Dies ließ sich nur durch Betätigung der An -/ Aus – Taste beheben, was ziemlich viel Geduld und Zeit raubt.
Was nun die Apps betrifft, waren die wichtigsten schon installiert, wie z.B. Browser, Email, Videoabspieler und Musikverwalter. AppsLib, der Verbindungspunkt des Archos mit der Appwelt, bietet jedoch ein umfangreiches Angebot an jeglichen Apps. Hier konnte ich mich mit allen gewünschten Softwares versorgen und meinen Archos nach eigenen Wünschen und Verlangen gestalten.
Generell würde ich sagen, dass hier Preis und Leistung absolut übereinstimmen. Der Benutzer bekommt für sein Geld so einiges geboten (niedriges Gewicht, Akkulaufzeit, Android 2.2) und noch einiges mehr (Mini – HDMI – Video – Ausgang, USB – Anschluss). Dennoch sind die Nachteile auch ziemlich hervorstechend (blickwinkelabhängiger und spiegelnder Display, geringe Materialqualität und Verarbeitung). Am besten geeignet ist dieses Gerät wahrscheinlich als zweite Surfmöglichkeit im häuslichen Gebrauch.


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