Lexikon

Was ist Crapware / Bloatware

Ursprünglich wurden PCs und Smartphones nur mit einer geringen Anzahl von Basisanwendungen ausgeliefert. Doch die Hersteller und Vertreiber dieser Geräte haben erkannt, dass sie mit zusätzlichen (scheinbar kostenlosen) Anwendungen zusätzliche Umsätze generieren können. Inzwischen hat diese Software eine so starke Bedeutung gewonnen, dass man sie mit Schimpfworten belegt: Man spricht von Bloatware (aufgeblähte Programme) oder Crapware („Scheißprogramme“), um den überflüssigen Ballast an Zusatzkomponenten zu kennzeichnen. Zum Glück für die Anwender gibt es kostenlose Freeware-Programme oder Apps, mit denen man die Crapware bzw. Bloatware bereits kurz nach der ersten Inbetriebnahme entfernen kann.

Notebooks, Komplett-PCs oder Smartphones werden heutzutage oft fertig konfiguriert an die Kunden ausgeliefert. Diese sind dann wenig erfreut, wenn sie ihre Rechner erstmals starten. Denn sofort wird die Crapware bzw. Bloatware aktiv und fordert Benutzereingaben, Anmeldeprozeduren oder macht durch Performanceverluste auf sich aufmerksam. Man hat einige Mühe, die Crapware bzw. Bloatware wieder loszuwerden, sollte dies aber so schnell wie möglich angehen, denn später wird es schwierig, die ungebetenen Gäste loszuwerden. Möglicherweise hat man mit der Crapware bzw. Bloatware zwischenzeitlich auch schon gearbeitet und hat daher Dateien angelegt, deren Transformation und Nutzung unter selbst installierter Software mit neuen Schwierigkeiten verbunden ist.

Die Hersteller von Computer-Hardware kooperieren mit zahlreichen (auch renommierten Software-Herstellern), um Crapware bzw. Bloatware auf ihre Geräte zu bekommen. Der Grund hierfür ist einfach zu benennen. Es gibt Geld von diesen Softwarefirmen, wenn es gelingt, einem Kunden neue (und langfristig teure) Programme anzudrehen. So haben beispielsweise viele neue Windows-Rechner ein neues Office-Paket vom Marktführer aufgespielt, das aber nur über eine Probelizenz verfügt. Nach ein paar Wochen oder Monaten kommt dann das böse Erwachen, wenn die Software nur noch weiter arbeiten will, wenn man eine Lizenz erwirbt. Oft ist es dann zu spät, um zu einer früher gekauften Version des Office-Paketes zurückzukehren, denn zwischenzeitlich hat der Software-Hersteller die üblichen Dateiformate „weiterentwickelt“, womit dann die neu angelegten Dokumente nicht mehr ohne Probleme mit anderen Programmpaketen genutzt werden können.

Weitere Kandidaten für Crapware bzw. Bloatware findet man unter den Software-Paketen des Hardware-Herstellers. Er reichert das Betriebssystem um Zusatzkomponenten an, deren Nützlichkeit sich nicht so ohne weiteres erschließen muss. Damit soll eine langfristige Bindung des Käufers an das jeweilige Unternehmen unterstützt werden. Dumm ist allerdings, dass diese Programme gern während einer Internet-Verbindung aktiv werden und dann umfangreiche Updates einspielen wollen. Nicht nur hier, sondern bereits beim Start des Rechners sorgen Crapware bzw. Bloatware dafür, dass die Geräte deutlich unter ihren Leistungsmöglichkeiten verbleiben müssen. Jede überflüssige Zusatzsoftware verlangsamt den Startvorgang und bremst den Rechner aus, wenn man mit den Programmen arbeiten will, für den man die Hardware eigentlich erworben hat.

 

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