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DDoS Angriff – Angreifer nutzen neue Technologie

NTP-Reflection – ist dies das neue Spielzeug der Bad Boys?

Cloudflare ist ein Netzwerksicherheitsanbieter, der in der Nacht unter massiven Beschuss stand. Dabei handelte es sich um einen NTP-Reflection-Angriff, der mit einer Präzision durchgeführt wurde, wie es bisher noch keinen gab. Der Angriff auf einen Kunden von Cloudflare erfolgte mit bis zu 400 Gigabit pro Sekunde! Der letzte Angriff in einer derartigen Höhe fand vor ca. einem Jahr auf Spamhaus statt. Der damalige Angriff galt bislang als größter Angriff aller Zeiten. Doch diesen Platz müssen nun die Angreifer von Spamhaus an die Macher der aktuellen Angriffswelle abgeben, denn der Spamhaus-Angriff brachte „gerade einmal“ 300 Gbps!

Auf wen genau der Angriff gefahren wurde ist bislang noch unklar, jedoch kann man im Internet Meldungen lesen, dass der französische Internetknoten Parix unter der Last zusammen brach. Ob ein Ziel des Angriffs Google war kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, liest man sich jedoch durchs Netz stellt man fest, das einige Google Dienste nicht erreichbar waren. Diese Ausfälle können jedoch auch durch die Überlastung der Internetknoten erzeugt worden sein.

Wie sah die Sache in Deutschland aus?
Wie es scheint, sind viele Netzwerkkontenpunkte in Deutschland davon nicht betroffen gewesen. Sieht man sich z.B. den Hauptknotenpunkt in Frankfurt von DE-CIX an, ist dort nicht einmal eine Schwankung zu bemerken.

 

 Auslastung-Netzwerk-Frankfurt

Wie schrieb Matthew Prince der Chef von Cloudfare in einem Tweet!

Jemand hat seine neue große Kanone bekommen und dies war nur der Anfang von weiteren hässlichen Aktionen! – someone's got a big, new cannon. Start of ugly things to come.

[via]

twitter-post- cloudfare-angriff

 

Na, da darf man wohl gespannt sein, was die Jungs noch so alles aus ihrer Kanone zaubern! Sieht man sich die Technik einmal etwas genauer an, gibt es Hochrechnungen, dass die NTP Reflection Attacke mit einer Ausgangs-Bandbreite von gerade einmal 100 Megabit eine Netzwerklast von 5,8 Gigabyte pro Sekunde erzeugen könnte. Bei diesen Werten wirkt der Angriff von gestern wie ein Schnelltest der neuen Cyber-Kanone!

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