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Amazon Echo und Amazon Echo Dot im Test

Amazon Echo ist der oder sollte ich besser sagen – ist die persönliche Assistentin „Alexa“ im Haus, welche einem die eine oder andere Aufgabe abnimmt und so das tägliche Leben erleichtern soll. Doch hält das System auch was es verspricht? Ich muss gestehen – ich bin mit großer Skepsis an die Materie heran gegangen – wurde aber positiv überrascht! Warum das so ist, für wen der Amazon Echo primär geeignet ist und warum ich diese Frau im Haus nicht mehr missen möchte erfahrt ihr in den kommenden Zeilen! Doch bevor ich in die Details gehe, möchte ich Euch kurz die Hardware vorstellen und danach kurz über die Einrichtung sprechen.

Da sich beide Geräte sehr ähnlich sind, werde ich keine zwei Testberichte über die einzelnen Geräte schreiben, sondern beide Endgeräte in diesem Beitrag zusammen fassen. An den Stellen, wo es Unterschiede gibt, gehe ich dann getrennt auf die Versionen des Amazon Echo und die des Amazon Echo Dots ein. Wobei die Unterschiede sich wohl primär auf die Ausstattung der Hardware beziehen werden. Aus diesem Grund starten wir nun zuerst mit der großen „Alexa“ und fahren dann mit der kleinen Schwester fort.

Hardware Check – Amazon Echo
Wie man es von Amazon kennt, kann man über die Umverpackung nicht motzen – alles ist perfekt verpackt und lässt sich auch ohne schweres Werkzeug wieder entpacken.

Wobei es nicht wirklich viel zu Entpacken gibt, denn bis auf das Endgerät selbst, ein Netzteil und eine Mini-Anleitung ist nichts im Karton enthalten. Aber mehr muss ja auch nicht wirklich rein.

Der Lautsprecher selbst sieht etwas nach Plastik aus – was wohl daran liegt, dass der Speaker auch aus Plastik ist. 😉
Wobei ich ganz ehrlich sagen muss – die Optik ist schon ok! Die Form ist zwar keine Highlight des Produktdesigns – aber hätte auch viel hässlicher sein können.

Das Netzteil besitzt eine vernünftige Größe, welches sich auch in einer normalen Mehrfachsteckdose verwenden lässt ohne 2 weitere Steckdosen zu blockieren. Zugleich ist das Netzteil des großen Echo dem Steckernetzteil des Dots unterlegen, denn der Echo Dot wird über ein Micro-USB Kabel mit dem Strom verbunden – was eine höhere Flexibilität ermöglicht. Der Echo selbst wird dagegen über ein klassisches Stecker / Buchsen System betrieben. D.h. mal schnell den Echo mitnehmen und an einer Powerbar betreiben ist beim Amazon Echo nicht drin.

Doch dies ist nicht der einzige Unterschied bei den Anschlüssen. Der kleine Dot verfügt darüber hinaus noch über einen 3,5 mm Audio-Klinke-Ausgang über den man das System z.B. mit der heimischen Stereoanlage fest verbinden kann. Hier kann der kleine Dot definitiv punkten – wobei dies nicht die einzige Schnittstelle zur Außenwelt ist, denn an beide Geräte könnte man noch zusätzlich Bluetooth Lautsprecher koppeln.

Die Steuerungselemente der restlichen Funktionen am Echo direkt unterscheiden sich zwar bei der Hardware-Umsetzung – jedoch nicht in deren Funktion. So gibt es auf beiden Geräten einen Button um das Mikrofon zu deaktivieren und um den Echo Lautsprecher per Tastendruck in den „Zuhörmodus“ zu versetzen. Dies macht z.B. dann einen Sinn, wenn man eine sehr laute Wiedergabe von Medien gestartet hat.

Die „Lauter und Leiser – Tasten“ unterscheiden sich dann bei der Ausführung. Beim Dot sind dies die gleichen Tasten wie die restlichen am Gerät und beim großen Echo ist der obere Ring drehbar und darüber die Lautstärke steuerbar. Vergleichbar wie bei einem Autoradio.

Ein LED-Ring am oberen Bereich signalisiert die Empfangsbereitschaft des Systems, die gerade eingestellte Lautstärke oder die Durchführung von Befehlen.

Die Einrichtung: 
Diese ist wahnsinnig einfach und auch von Nicht-Bastlern zu schaffen. Amazon Echo einschalten – sich mit dem WLAN des Amazon Echos verbinden – Amazon Echo App am Smartphone starten und den Anweisungen am Display folgen! Fertig!

 

Doch kommen mir nun wohl zum primären Unterscheidungsmerkmal – die verbauten Lautsprecher!
Wie man sich schon alleine beim Größen und Gewichtsvergleich denken kann, hat Amazon den Echo ein paar anständige Lautsprecher spendiert. Aber ist der Unterschied beim Klang wirklich so groß, dass das einen Preisunterschied von 100 Euro rechtfertigt?

Global würde ich die Frage nun einfach mit „JA“ beantworten. Denn hier macht es einfach die Kombination aus „Alexa“ und einem potenten Lautsprecher Systems. Der Große Echo kann wirklich mit gutem Klang überzeugen und ist einfach extrem praktisch vom Handling her. Klar könnte man sich vielleicht für rund 100 Euro auch einen alternativen Bluetooth Lautsprecher oder einen aktiven Lautsprecher holen und diesen mit dem Echo Dot kombinieren und ich möchte gar nicht abstreiten – dass der Klang dann nochmals in Sicht auf des Gesamtpreises getoppt werden könnte – aber hey, dann hat man zwei Geräte rum stehen, welche beide mit Strom versorgt werden wollen, auch dann – wenn keiner zu Hause ist.

Kleine Anmerkung zwischen durch!
Amazon Echo kann als Bluetooth Lautsprecher verwendet werden – kann aber keine weiteren Lautsprecher koppeln!
Amazon Echo Dot kann nicht als Bluetooth Lautsprecher verwendet werden – kann dafür aber über Bluetooth andere Bluetooth Lautsprecher ansprechen.
Hier frage ich mich gerade etwas – warum beide Funktionen nicht mit beiden Varianten möglich sind.

Zudem reden wir hier nicht von High-End-Lautsprechern, sondern von Lautsprecher-Systemen im unteren Preissegment und dafür macht der Echo echt Laune. Der Sound ist gut – die „Bässe“ ausreichend und die Lautstärke selbst für größere Räume für solch einen kleinen Speaker hervorragend. Hörbuch hören und sich dabei rasieren – kein Problem – Musik auf der Geburtstagsparty – kein Problem.

Klar der Echo wird einem Sonos System nicht das Wasser reichen können – aber sind wir mal ehrlich – bei 179 Euro – da muss man schon Glück haben, einen Sonos Speaker zu bekommen, der dann dafür nicht so universell verwendet werden kann wie der Echo! Denn der Echo spielt z.B. meine Audible Hörbücher ab – beim Sonos hofft man auf die Unterstützung vergebens.

Global würde ich also sagen – ein besserer Sound beim Kauf von Einzelkomponenten wäre vielleicht möglich – macht aber nicht wirklich Sinn, da das Soundupgrade die umständliche und doppelte Hardware nicht rechtfertigt.

Möchte man guten Sound haben, so sollte man zum Dot greifen und diesen einfach über die Stereoanlage laufen lassen. Da wir gerade schon beim Echo Dot sind – dessen Soundqualität, lässt leider etwas zu wünschen übrig …und ist wohl mit diesen 20 Euro BlueTooth Lautsprechern vergleichbar. Der Sound klingt ziemlich „blechern“ und die Lautstärke lässt auch in lauteren Umgebungen zu wünschen übrig. Nichts desto trotz habe ich zwei Dots im Haus installiert. Mein erster befindet sich im Bad und der zweite im Schlafzimmer – an diesen Stellen reicht mir die Soundqualität vollkommen aus und der Dot macht das was er soll. Etwas nebenbei den Radio ..oder Musik laufen lassen, die Hörbücher abspielen oder mir die News vorlesen. Von der Haussteuerung einmal ganz abgesehen.

Wo wir gerade dabei sind! Die Echos sind natürlich nicht nur in der Lage aus diversen Audio-Quellen wie Amazon Music, Spotify …TuneIn usw. Audio abzuspielen, sondern können auch die Haussteuerung übernehmen.

Dabei gibt es Endgeräte wie z.B. die Hue Leuchten von Philips, welche direkt angesprochen werden können und alle restlichen Geräte auf dem Markt, welche im Netzwerk verfügbar sind, können ebenfalls angesteuert werden, wenn eine Schnittstelle zu z.B. IFTTT oder Yonomi besitzen. Damit dürften wohl so ziemlich alle aktuellen Geräte der Haustechnik steuerbar werden. Dabei sollte man beachten, dass die Ansteuerung über diese Schnittstellen nicht immer den vollen Funktionsumfang abdecken.

Dies kann man sich dann wie folgt vorstellen:

Amazon Echo besitzt eine Schnittstelle zu IFTTT und ein Engerät wie z.B. unsere Harmony Fernbedienung ebenso.
Jetzt hinterlegt man bei IFTTT einen Befehl für den Amazon Echo – wie z.B. Schalte den TV ein und koppelt diesen Befehl bei IFTTT mit der Routine der Harmony Fernbedienung „TV einschalten“.

Sagt man nun zu Alexa „Schalte den TV ein“ – weiß diese, dieser Befehl muss wie hier im Beispiel an IFTTT weiter gegeben werden. Geht dann bei IFTTT dieser Befehl ein, wird von der Schnittstelle aus das Kommando an die Harmony Fernbedienung gegeben, den TV zu starten.

Die Geschwindigkeit bei der Umsetzung der Befehle kann sich durchaus sehen lassen. Direkte Befehle werden nahezu fast ohne Zeitverzögerung ausgeführt und Befehle über die Schnittstelle nach ca. 1 bis 3 Sekunden, was noch ein Wert ist mit dem man leben kann.
Was kann Alexa noch? 
Nun ja, grundsätzlich ist Alexa natürlich versucht einem die Fragen des Alltags abzunehmen. Sozusagen – Google 2.0 – dies funktioniert zwar bei ein paar Dingen ganz gut, aber der Prozentsatz ist recht hoch, wo Alexa einfach keine Antwort auf eine Frage hat. Auch kann Alexa ein kleiner Personal-Assistent sein, der für einen den Timer startet, anstehende Termine vorliest oder auch einfach nur Dinge auf eine Einkaufsliste setzt. Gerade den letzten Punkt nutze ich persönlich recht häufig, da ich es einfach bequem finde …wenn mal gerade was ausgeht im Haushalt, nur sagen zu müssen, Alexa …setze mir Geschirrspülmittel auf die Einkaufsliste. Die Sache mit den Terminen wäre wohl auch eine interessante Sache, doch leider wird hier nur momentan der Anbieter Google mit seiner Kalender-Plattform unterstützt. Dies ist etwas schade und da würde ich mir für die Zukunft gerne ein offeneres System wünschen. Aber ich denke – das könnte in naher Zukunft schon noch kommen. Zumal Amazon einen eigenen Skills-Bereich für Programmierer geschaffen hat, über den es möglich ist, das fleißige Helferlein zu pimpen und für seine eigenen Anwendungen zu öffnen.

D.h. ihr integriert z.B. die Chefkoch App oder besser gesagt den Chefkoch Skill und schon kann Alexa Euch auch Rezepte von Chefkoch vorschlagen.

So, und damit wären wir auch schon fast durch beim Funktionsumfang – bis auf eine große Kleinigkeit! Denn wer hätte es gedacht, der Amazon Echo kann natürlich auch direkt Bestellungen über die Amazon Plattform auslösen! D.h. ihr müsstet das Geschirrspülmittel gar nicht erst in die Einkaufsliste stellen, sondern könntet dieses auch direkt bei Amazon bestellen. Nette Sache – habe ich aber ehrlich gesagt noch nicht getestet. Lediglich einen Sicherheits-PIN habe ich festgelegt, damit mit nicht JEDER einfach mal so auf Zuruf Dinge bestellen kann. 😉

Wie gut ist die Spracherkennung von Alexa? 
Überraschend gut! Zuerst dachte ich ja – ich müsste die Dame immer anschreien, wie ich es von Siri gewohnt war – aber schon nach kurzer Zeit stellte ich fest, das funktioniert auch – wenn man ganz normal spricht …nicht zum Echo hin sieht und auch dann wenn man um die Ecke steht und man 7 Meter vom Echo entfernt ist. Diese Fernfeld-Sprachsteuerung bzw. Spracherkennung über die 7 integrierten Mikrofone ist einfach genial und versteht auch Wörter, die man einfach mal so dahin sagt und nicht wirklich hohen Wert auf eine perfekte Aussprache legt.  Überrascht hat mich auch, dass das System auch immer noch recht gut funktioniert – wenn eine gewisse Grundlautstärke vorhanden ist oder direkt vom Echo Musik oder ein Hörbuch abgespielt wird. Klar – ab einem bestimmten Geräuch-Pegel ist es dann vorbei – aber diese Lautstärke liegt dann eher im Bereich der aktiven Beschallung.

Ach ja ….und noch etwas! Habt ihr mehrere Alexa „Sensoren“ im Haus verbaut und sprecht das Startwort aus, erkennt das System, wie weit ihr von den einzelnen Systemen weg befindet und das Gerät mit der geringsten Entfernung zu Euch wird den Befehl annehmen und ausführen. Hier wäre es noch genial, wenn eine Art von Multiroom-Wiedergabe z.B. von Musik auf allen Amazon Echo Systemen möglich wäre. Dies funktioniert leider zur Zeit noch nicht.

Stromverbrauch – macht mich Alexa arm? 
Also eines muss man den Ingenieuren des Echos lassen, beim Stromverbrauch können diese wirklich punkten! Der Echo Dot liegt im Standby bei ca. 0,2 Watt und sein großer Bruder liegt bei rund 1,7 Watt, was immer noch ein ausgezeichneter Wert ist. Zuerst dachte ich schon, meine Messgeräte hätten einen Defekt, aber Vergleichsmessungen auf anderen Seiten bestätigen wohl diese Ergebnisse!

Fazit – kaufen oder nicht kaufen? 
Wer nur einen Bluetooth Lautsprecher sucht, der sollte wohl besser ein Gerät aus dem entsprechenden Bereich nehmen. Wer jedoch ein aktives Streaming Medium sucht, für den wird Alexa schon interessant. Ihr solltet Euch dann nur vergewissern, dass die Dienste – welche ihr nutzen wollt auch vom Amazon Echo unterstützt werden. Wer jetzt schon auf Hausautomatisation setzt, für den ist Alexa fast schon ein Pflichtkauf! Denn dann wird Alexa schnell zur perfekten Partnerin bei der Haussteuerung. Für mich eines der genialsten Geräte die in letzter Zeit auf den Markt kamen!

Über EPICENTER

Martin Straub auf Google+

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