Testbericht Network Storage LG N1T1TD1 mit Cloud Anbindung

Ein kleiner transportabler Netzwerkspeicher (LG N1T1TD1) im Test

Euer Laptop ist voll und ihr sucht eine Möglichkeit Daten über das Netzwerk auf einer Festplatte abzulegen? Dann ist vielleicht die LG NAS genau das richtige Werkzeug für Euch, zumal diese noch zahlreiche Zusatzfunktionen beherrscht, welche unter Umständen einen gewissen Mehrwert bieten können.

Ein besonderes Feature dieser NAS ist jedoch die Anbindung an die Telekom Cloud, welche einen wirklich weltweiten Zugriff auf Eure Daten aus dem Internet heraus ermöglicht – auch wenn die NAS zu Hause einmal nicht laufen sollte. Die Server der Telekom sind rund um die Uhr online – allerdings ist dieser Service nicht kostenlos!

Aber kommen wir nun zur NAS selbst!

Auspacken:
Die Storage kommt gut verpackt zum Endkunden.

 

 

Hier eine kleine Übersicht zum Lieferumfang:

 

 

Vorderansicht der Netzwerk-Storage.

 

 

Seitenansicht der Netzwerkstorage:

 

 

 

Rückansicht der Netzwerkstorage:

 

 

 

Network Storage LG N1T1TD1

 

 

Der erste Einsatz:
Stromversorgung an die kleine NAS – Netzwerkkabel an den Router angesteckt und die LG Software auf den Rechner aufgespielt – schon kann es los gehen – so steht es zumindest in der Anleitung!

So sieht der Startbildschirm aus, wenn man die Software von der CD startet!

Als erstes starten wir den LG NAS Installation Wizard um die Storage im Netzwerk zu finden. Dies ist mit einer schnellen Weiter –> Weiter –> Fertig stellen Installation getan. Nach der Installation startet sofort der automatische Update der Software um diese auf den aktuellen Stand zu bringen.

 

Danach sucht die Software eigenständig nach LG NAS Systemen im Netz. Doch gefunden wurde die NAS leider nicht! Weder der NAS Detector oder der LG NAS Installation Wizard konnten die angeschlossene NAS finden.

Dieses Fenster will sich einfach nicht füllen!

 

Also habe ich mich mit dem Router verbunden um zu checken, ob die NAS eine IP Adresse über den DHCP Server bekommen hat. Dies war der Fall und über diese konnte ich mich auch ohne Probleme auf das System verbinden!

Doch was machen nun Leute bei denen die LG NAS N1T1TD1 ebenfalls nicht gefunden wird und die welche den Begriff Router zwar schon einmal gehört haben, jedoch ganz sicher nichts mit DHCP Server anfangen können!

Auf der Suche nach einer Lösung bin ich über den Netzwerkmanager der Telekom gestolpert, welcher ebenfalls auf die LG CD gebrannt wurde! Dieser analysiert das Netzwerk und zeigt in der Netzwerkübersicht ebenfalls alle Netzwerkkomponenten an. Dort sollte nun auch die LG NAS zu finden sein und ihr könnt direkt über diese Software drauf zugreifen oder ihr verwendet ganz einfach die IP, welche Euch dort angezeigt ist.

Über den Button öffnen kommt ihr direkt auf die Netzwerkfreigaben und durch den Button in Browser öffnen gelangt ihr auf die Verwaltung der NAS.

 

Nun ist es geschafft und ihr könnt Euch an der NAS anmelden!

 

Der Username (Benutzer-ID) und das Passwort bei Auslieferung lauten “admin”.

So sieht dann die Willkommensoberfläche aus!

 

Hier gibt es nun zwei Möglichkeiten weiter im System zu springen.

Fangen wir hier mit dem Dateimanager an:

 

Funktion: Upload
Der Web-Upload geht relativ einfach von statten! Dateien auswählen –> auf senden klicken und schon werden die Dateien in die NAS hoch geladen.
Die dazu benötigte Ordnerstruktur muss per Hand angelegt werden – ein Massenupload von Dateien ist möglich!

Der AjaXplorer ermöglicht einen maximalen Upload von 2000 MB und / oder eine maximale Fileanzahl von 256 Dateien.

 

Funktion: Download
Hier kann man entweder einzelne Files direkt herunter laden, diese besitzen dann das Originalformat oder man markiert mehrere Files bzw. einen ganzen Order, der dann komprimiert als ZIP File herunter geladen werden kann.

Funktion: Betrachter
Bilder: Bilder kann man sich direkt online ansehen. Eine Diashow-Funktion ist integriert.

Musik: Auch die gängigen Song-Formate können online abgespielt werden. Ebenso ist es möglich die Musik aus einem ganzen Verzeichnis wieder zu geben.

Videos: Videos können nicht online verarbeitet werden.

 

Funktion: Löschen
Alle gelöschten Dateien landen im Papierkorb und können von dort aus zurück gesichert werden. Allerdings müssen die gelöschten Files per Hand wieder an die richtige Stelle verschoben werden. Eine automatische Rücksicherung an den Originalplatz ist nicht möglich!

 

Funktion: Weitere Funktionen
– Dateien direkt aus der Weboberfläche heraus per Email verschicken.

– Öffentliche Links erzeugen
Hier wird ein interner Link auf eine Datei erzeugt, welchen man im Netzwerk weiter geben kann.

– Dateirechte einstellen
Diese sind jedoch sehr groß zu definieren, jedoch sollte es für ein Familiennetzwerk ausreichen!

 

Fazit: Web-Browser – gute Funktionalität einfach und intuitiv zu bedienen. Wir halten fest, bislang haben wir noch keine weitere Einstellung an der NAS vorgenommen und man könnte diese theoretisch und auch praktisch vollwertig nutzen!

 

Blicken wir nun etwas unter die Haube und checken, was man mit der LG NAS noch so alles anstellen kann!

 

Die NAS Administration der LG Network Storage

Gehen wir hier einfach die vorhanden Punkte durch:

Einstellung System:

– Netzwerk – wie es der Name schon sagt, werden hier die Einstellungen für das Netzwerk getätigt. Jedoch gibt es hier auch den interessanten Punkt “Fernzugriff”! Über diesen kann man dem System eine offizielle URL verpassen mit deren Hilfe ein Zugriff aus dem Internet auf die NAS möglich ist!

– Zeit – Zeitzonen und Synchronisation mit Internetzeit kann hier festgelegt werden.

– Festplatte – Speicherzuweisung für NAS + USB Festplatte

– Selective Mirror – automatisch Dateien an einen zweiten Speicherort kopieren um eine “Datensicherung” zu erstellen

– Stromversorgung – wie lange bleibt die NAS an, bevor diese in den Standby wechselt oder was passiert im USV Modus mit der NAS. Auch der Punkt Neustart – oder System herunterfahren versteckt sich in diesem Menü!

– Sprache – wie es der Name schon sagt, kann hier die Sprache und die Zeichenkodierung festgelegt werden.

– Firmware – Firmware muss sich aus dem Internet besorgt werden und kann dann über diesen Punkt installiert werden. Ein automatisches Update ist nicht vorhanden.

– Mailbenachrichtigung – Grundkonfiguration für die Emailfunktionalität

-Status – der globale Überblick

– Log – der Überblick im Detail

 

 

Einstellung Benutzerkonto:

Hier können neue Benutzer, Gruppen oder Ordner angelegt werden.

Die Ordner können dann für bestimmt Zugriffe freigegeben werden – lesen / schreiben oder nur lesen

 

Einstellung Multimedia-Speicher-Connect:

Jetzt wird es interessant – über diesen Punkt kann die LG NAS an den Multimediaspeicher der T-Online gekoppelt werden. Dies ist zuzusagen eine Anbindung an die Telekom-Cloud welche mit der NAS abgeglichen werden kann. Da dieser Dienst nicht kostenlos ist, werden wir uns dieser Feature etwas genauer ansehen!

Multimedia Connect kostet derzeit 2,95 Euro und bietet Euch eine Art Fernzugriff bzw. einen Abgleich der Daten auf Eure NAS mit der Telekom Cloud.

 

Schritt 1: Dienst bei der Telekom buchen!

Schritt 2: Freigeschaltene Emailadresse auf NAS hinterlegen und Fernzugriff aktivieren

 

Schritt 3: Synchronisieren und Sichern einrichten
Dafür springt man auf den Punkt, setzt den Haken bei aktiviert und hinterlegt seine Telekom Zugangsdaten!

Danach müssen die Ordner angegeben werden, welche gesichert, bzw. in die Telekom Cloud übertragen werden sollen. Dabei gibt es die Möglichkeit ein Verzeichnis ständig abzugleichen, d.h. Änderungen in von beiden Systemen werden auf das andere System übertragen – oder eine Sicherung anzulegen, welche nur Dateien vom lokalen System in die Cloud überträgt. Wie oft die Synchronisierung / Sicherung laufen soll, kann im Menü definiert werden.

 

So der Plan! Leider funktioniert diese Funktion nur begrenzt, bzw. verliert die Storage die Einstellungen nach einen Neustart!

Nach einer kleinen Suche habe ich hier eine aktuelle Firmware zum Download gefunden.

Das Update verlief ohne Probleme und danach speicherte die Storage die Zugangsdaten dauerhaft. Allerdings hatte ich immer noch ein Problem beim Synchronisieren und Speichern. Immer wenn ich einen Zielordner im Mediencenter auswählen wollte, kam es zur Fehlermeldung:

Der Verbindungsaufbau zu Ihrem Mediencenter ist fehlgeschlagen. Bitte überprüfen Sie Ihre Internet-Verbindung und Ihr Login, oder versuchen Sie es später noch einmal.

Wie ich feststellen musste ist die Fehlermeldung jedoch ziemlich dumm formuliert, denn keines der angegebenen Punkte war die Fehlerquelle!

Der Fehler lag daran, das im Mediencenter einfach kein Ordner verfügbar war, welchen die NAS abrufen hätte können!

Also einfach einen beliebigen Ordner im Mediencenter der T-Online anlegen und schon sollte auch dieser Punkt über die NAS funktionieren.

 

Der Fernzugriff auf die Storage über den Multimediaspeicher der Telekom funktioniert jedoch ohne Probleme und zur jeder Zeit.

D.h. ihr könnt von jedem Browser der Welt oder über Euer Smartphone auf die LG Storage zugreifen.

Hier ein Screenshot über einen normalen Browser:

Hier ein paar Screenshots vom Handy aus:

 

Einstellung Dateibackupservice:

– DVD – über diesen Punkt kann man direkt von der NAS aus, diverse Dateien auf eine DVD oder CD brennen. Dazu wählt man die Dateien einfach links aus und überträgt diese auf die rechte Seite.

 

– Einstellung des Backup Knopfes – hier kann man wählen, was beim Druck auf den Backup-Knop passieren soll. Ob man lieber eine *.iso Datei erstellen möchte oder die Daten lieber direkt sichern möchte.

 

– Backup-Plan hinzufügen – über diesen Punkt kann man den integrierten DVD Brenner für ein  tägliches Backup verwenden. Damit dies automatisch funktioniert, muss eine wiederbeschreibbare DVD im Laufwerk liegen.

 

– USB Backup – wie der Name es schon sagt ist es darüber möglich einen Backup-Job anzulegen, welcher auf einen USB Datenträger abgelegt wird.

 

– Time Machine – Sicherung auf einem Mac Sicherungslaufwerk
Laut dem Bericht eines Bekannten funktioniert dies jedoch nicht unter dem aktuellen MAC Betriebssystem.

 

 

Einstellungen Dateifreigabeservice:

 

– Dateiserver – hier kann der FTP Server oder der AFP Service für Macs aktiviert werden.

– Torrent – Filesharing Funktion direkt über die NAS!

 

– Netzwerkdrucker – hier kann ein am USB Port hängender Drucker im Netzwerk frei gegeben werden.

 

 

 

Die Einrichtung verlief ohne Probleme – nur der Treiber, obwohl er auf der Maschine vorhanden war, musste per Hand angegeben werden.

 

Einstellungen Multimedia Server:

– Medienserver – DLNA für bestimmte Ordner aktivieren um diese auf Fernsehern oder mobilen Endgeräten wieder zu geben. Bis die Daten angezeigt werden dauert bei großen Datenmenge etwas. Liegt aber im Bereich mit dem man leben kann!

-  iTunes Server – verbindet die LG NAS mit dem iTunes Konto und gleicht es ab.

Home Monitoring – eine USB Webcam an der Storage andocken und über die NAS darauf zugreifen – Bilder können auf der NAS gespeichert werden.

Betrieb direkt als USB Festplatte
Funktionswählschalter umgelegt – angesteckt und funktioniert! Leider hat diese Funktion einen kleinen Nachteil, denn das System trennt einen Teil der Gesamtkapazität für die USB Festplatten-Funktion von der restlichen NAS ab. So hat man erstens immer etwas Speicherverlust und zweitens kann man nicht mal schnell die Platte beim Kumpel an den PC hängen und ihm einige Dokumente oder Files zukommen zu lassen. Denn ein Zugriff auf die NAS Festplatte ist so nicht möglich! Dies macht natürlich aus sicherheitstechnischen Hintergrund Sinn – verringert aber den Komfort. Aber das war schon immer so – entweder viel Komfort und wenig Sicherheit – oder viel Sicherheit und wenig Komfort.

 

Betrieb als CD Laufwerk
Funktionswählschalter umgelegt – angesteckt und funktioniert! Mehr gibt es dazu auch schon nicht zu sagen! Außer dass die Funktion wirklich brauchbar ist für alle welche mit Geräten unterwegs sind, die kein Laufwerk on Board haben. Natürlich ist auch ein Zugriff auf das CD-ROM Laufwerk über die NAS Schnittstelle / also über WLAN oder LAN möglich.

 

Betrieb als USB Host
An die LG NAS können noch weitere Speichermedien angeschlossen werden. Auf diese kann über die NAS Oberfläche zugegriffen werden.

Festplatten welche am PC ohne weitere Installation betrieben werden können, erkannte die LG NAS ebenfalls ohne Probleme. Mein großes MyBook konnte ich nicht über die NAS ansteuern.

 

Leistungscheck

Übertragung über USB
Speedtest – direkte Verbindung per USB:
maximale Geschwindigkeit lesen ca. 28 MB/s
maximale Geschwindigkeit schreiben ca. 14 MB/s

 

Übertragung über LAN
Speedtest – Übertragung mit Gigabit Switch und Gigabit Endgeräte:
maximale Geschwindigkeit lesen ca. 57 MB/s
maximale Geschwindigkeit schreiben ca. 46 MB/s

 

 

Bei allen Messungen habe ich 6 Vergleichsmessungen gemacht um evt. Leistungsunterschiede durch die Technik zu vermeiden.

 

Energiecheck

Positiv an dieser Festplatte ist der integrierte Powerschalter. Dieser gehört leider noch immer nicht zum Standard von Multimediafestplatten. Die Energieaufnahme bei ausgeschaltener Festplatte liegt bei 5,5 Watt – was meiner Meinung nach schon etwas hoch ist – wenn man bedenkt das nur das Netzteil diese Leistung benötigt.

Im normalen Betrieb liegt die aufgenommene Leistung zwischen 25 und 30 Watt. Unter Last verbraucht die LG NAS zwischen 30 und 40 Watt.

 

 

Lautstärkecheck:

Die Betriebsgeräusche sind für normales empfinden sehr gering und selbst ein Dauerbetrieb wäre vorstellbar.

 

 

Fazit:
Eine kleine NAS für Privatleute ohne professionelle Ambitionen. Dafür sehr einfach in Betrieb zu nehmen und zu bedienen. Die Erweiterung zur Telekom-Cloud ist eine feine Sache, jedoch nicht ganz so einfach einzurichten wie man es sich wünschen würde! Bzw. sollte hier bei der Dokumentation nachgebessert werden. Es fehlen die Links zur Telekom und eine Information, dass die Cloud erst für den Betrieb mit der NAS vorbereitet werden muss. Der Speed ist gut und die integrierten Features funktionieren zuverlässig. Der integrierte Brenner  / DVD Laufwerk ist eine geniale Erweiterung für alle, welche sich entschlossen haben einen kleinen oder leichten Laptop zu nutzen, welche oft ohne optisches Laufwerk ausgeliefert werden. Mit der Network Storage LG N1T1TD1 hat man damit die optimale Ergänzung zum mobilen Laptop. Trotz der vielen externen Backupmöglichkeiten würde ich auf dieser NAS keine zu wichtigen Daten ablegen, da diese durch den Einsatz von nur einer Festplatte nicht wirklich gegen Ausfall gesichert sind.


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