Das Labor für die Hosentasche – Gastbeitrag

Wie oft denkt man sich, „wenn ich doch nur ein Mikroskop bei mir hätte“? Eher selten, ohne Zweifel. Wozu soll man auch immer ein Mikroskop bei sich haben? Diese Frage habe ich mir auch gestellt, als ich ein Mikroskop für das iPhone 4 zum ersten Mal in Augenschein nahm.
Nachdem ich die Packung geöffnet hatte, hielt ich da so ein kleines, unscheinbares Ding in den Händen, das so gar nicht nach einem Mikroskop aussehen wollte. Vielmehr sieht das Gadget aus, wie eine kleine Taschenlampe, die zerbrochen ist und dann irgendwie falsch wieder zusammengeschraubt wurde. Ich war also wirklich, wirklich skeptisch und zweifelte daran, dass mir dieses Gadget irgendwie Freude bereiten würde. Aber dann…
Mithilfe eines mitgelieferten Cover ist das Mikroskop schnell mit dem iPhone verbunden.

Einfach Cover anbringen und das Gerät in die dafür vorgesehene Halterung stecken. Jetzt noch in den Kameramodus des iPhone wechseln und schon kann es losgehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine ersten Versuche, das Mikroskop zum Einsatz zu bringen, waren nicht gerade ermutigend. Von meiner vertrockneten Zimmerpflanze hatte ich ein Blatt abgerissen. Für die Forschung müssen eben Opfer gebracht werden. Und dann das: nichts als unscharfe Bilder. Dann entdeckte ich aber, dass das kleine Ding eine eigene Beleuchtung hat. Drei Dioden sorgen für das notwendige Licht und schon sah die Sache ganz anders aus.
Jetzt konnte ich tatsächlich meine Pflanze auf mikroskopischer Ebene untersuchen und war schwer beeindruckt. Was ich da sah, erinnerte mich sehr an den Biologieunterricht. Das kleine Ding ist wirklich ein funktionierendes Mikroskop und die 60fache Vergrößerung, wie sie vom Hersteller versprochen wird, scheint nicht geflunkert. Hätte ich in Biologie besser aufgepasst, hätten mir die Aufnahmen sicher verraten können, ob die Pflanze denn noch zu retten wäre. Ein bisschen Grün war aber noch zu sehen, weswegen ich es tapfer weiter probieren werde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein zweites Testobjekt war meine Jeans. Tatsächlich konnte ich jede Faser meines Beinkleides im Detail erkennen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spätestens ab diesem Zeitpunkt war ich vollends begeistert. Von nun an landete alles, was ich in die Finger bekam unter meinem iPhone Mikroskop: Haut und Haare, Schmutz, Tabak und sogar Käse. Eine wichtige Info nebenbei: letzterer hat immer Löcher!
Der Besitz diesen Gadgets hat zu zwei Änderungen in meinem Leben geführt. Zum ersten bin ich seit dem überzeugt, dass es kaum eine Lebenssituation gibt, in der man nicht Verwendung für ein Mikroskop hat. Zum Zweiten bin ich ein wenig ordentlicher geworden. Ein Blick in den Mikrokosmos meiner Schreibtischplatte hat mich motiviert, diese wirklich mehrmals täglich zu wischen.
Wer auch mal zum Hobby-Forscher via iPhone werden möchte, kann das gute Stück in diesem Shop erwerben.


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