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Belgien – Facebook sperrt Nutzer ohne Profil aus

Auf Facebook bleibt es dem User überlassen, welche Daten er anderen Nutzern veröffentlicht. So kann man z.B. sein eigenes Profil für Personen ausblenden, welche nicht mit einem selbst befreundet sind aber dagegen seine eigene Facebook Seite über das eigene Geschäft auch Nutzern zugänglich machen, die gar nicht in Facebook angemeldet sind. Dieser Status nennt sich dann „öffentlich“ und fast überall in der Welt können normale Nutzer diese öffentlichen Seiten aus dem Facebook Netzwerk sehen! Bis auf die Nutzer aus Belgien, denn diese wurden nun sozusagen ausgesperrt. Doch warum hat Facebook das getan? Der Grund dafür ist ein Urteil eines belgischen Gerichts, welches Google das Tracking von Personen verbietet, die keinen Account in Facebook besitzen. Dieses Gesetz soll die Privatsphäre der Nutzer schützen.

Bislang ist es nämlich so, dass der Social-Netzwerk-Anbieter seine Besucher trackt und daher auch so ziemlich genau weiß, welche Vorlieben ein Nutzer hat, auf welchen Seiten er sich bewegt und natürlich auch, welche Werbung man eventuell einblenden kann! 😉 Denn überall wo sich ein aktiver Facebook-Like-Button befindet, ist Facebook auch in der Lage einen Benutzer zu verfolgen. Klar, ist damit keine eindeutige Zuweisung auf die Person selbst möglich, wenn dieser nicht bei Facebook angemeldet ist, aber man kann zumindest lustige Statistiken über die Besucher führen und diese für andere Zwecke weiter verwenden. Dies ist aber eine reine Vermutung von meiner Seite – denn Facebook gibt zwar zu Daten über das datr-Cookie zu sammeln, dies sei aber nur zur Sicherheit des eigenen Systems. Denn über die Auswertung dieses Tracking Cookies, könne man feststellen, ob z.B. Zugriffe auf das Netzwerk über einen Bot erfolgen oder ob es sich um „richtige“ Zugriffe handle. Aus diesem Grund sei auch der Einsatz dieses Tracking Cookies für den Betrieb von Facebook notwendig.

Da sich aber die Regierung gegen das Tracking Cookie ausgesprochen hat, muss Facebook den Weg gehen, dass nur die Nutzer von Facebook solch ein Cookie verpasst bekommen. Diese können dann auch auf die Facebook Plattform zugreifen. Alle ohne dieses Cookie – also Personen die nicht in FB angemeldet sind, bleibt damit aus Sicherheitsgründen der Zugang zur Plattform verweigert.

Facebook gibt an, den Gerichtsbeschluss anzufechten, bis dahin werde man eben so vor gehen, dass die Nicht-Facebook-Nutzer ausgesperrt werden.  Würde man diesen Schritt nicht gehen, müsste man ansonsten Strafzahlungen in der Höhe von 250000 Euro täglich bezahlen.

Möchte man nun in Belgien Facebook nutzen, bleibt einem nur der Weg über die Anmeldung am sozialen Netzwerk!

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